Tag 31 – Planung der Weiterreise

Weiterreise

30. September 2013 | Posted in Florida, News, NORTH AMERICA, USA | By

Nach zwei Tagen auf den Bahamas und zwei weiteren Tagen im lebendigen Miami bin ich nun spätabends und todmüde wieder in Fort Lauderdale angekommen. Allmählich wird es Zeit, mich um meine Weiterreise zu kümmern. Mit Bedauern stelle ich bei den ersten Suchanfragen fest, dass sich die Preise über das Wochenende bereits um 30% erhöht haben.
Statt mein ursprünglich favorisiertes Nicaragua teste ich daher auch mal die Nachbarländer und siehe da – für nur 92 US$ Komplettpreis geht’s nach San Pedro Sula, die mit circa eine Million Einwohner zweitgrößte Stadt in Honduras. Doch ein kurzer Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes gefallen mir schon weniger. Zwar beeindrucken mich die Warnungen seit meinem Haiti-Besuch nicht mehr dermaßen stark doch die gleich zu Beginn, fett hervorgehobene Information

Aktuelle Hinweise. In Honduras breitet sich eine Dengue Epidemie aus. Die Zahl der Erkrankungen ist dreifach so hoch wie im Vorjahr.

sowie

Die Kriminalität in Honduras hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht… hohe Gewaltbereitschaft auch unter Drogeneinfluss und eine geringe Hemmschwelle beim Gebrauch von SchusswaffenEntführungen und Überfälle unter Schusswaffengebrauch in San Pedro Sula, … nehmen zu. Besondere Besorgnis erregen gewalttätige Jugendbanden („maras“), denen sich nach Weltbankberichten in Honduras mittlerweile über 40.000 Jugendliche angeschlossen haben… Benutzung von Taxis und Überlandbussen ist nicht ungefährlich. Gelegentlich kommt es zu Überfällen durch die Taxifahrer selbst… „geklonte“ Taxis… Drogenschmuggel intensiviert… Banden- und Familienfehden sowie staatliche Polizei- und Armeeeinsätze… Polizeikontrollen durch „falsche Beamte“…

Laut Wikipedia (Link), www.curiosityaroused.com sowie www.boston.com hat die Stadt San Pedro Sula seit einigen Jahre und auch heute noch die weltweit höchste Mordrate und sich damit den Titel „Most Dangerous Cities In The World In 2013“ verdient. Bedenklich macht mich, dass meine nächsten und einige meiner bisherigen (Cali in Kolumbien auf Platz 11; San Juan in Puerto Rico auf Platz 25) Reiseziele sind nicht viel weiter unten auf der Liste zu finden sind. Manchmal gut, das gar nicht vorab zu wissen… 🙂

Nun gut! An ein paar Dollar mehr soll’s nicht scheitern. Also zurück zu meinem alten Plan, als nächstes die nur 160.000 Einwohner kleine Stadt Santiago de los Caballeros de León im 5.7 Mio. Einwohner großen Nicaragua zu besuchen. Wikitravel.org schreibt zur Stadt Leon sogar „Leon hat den Ruf eine der sichersten Städte in Zentralamerika zu sein“.

Also, überlege ich nicht lange weiter und schwuppdiwupp ist der Flug für 120 Euro am 7. Oktober auch schon gebucht. Nach 16 Tagen Florida wird es auch so langsam Zeit für die Weiterreise und für den Spanisch-Unterricht. Bis dahin gibt es aber auch in Florida noch so einiges zu erleben, so dass ich nun wohl zunächst ein gutes Mietwagenangebot für eine Tour nach Key West suchen werde…

… zumindest hoffe ich, dass mir der für Mitternacht erwartete Government Shutdown im USA Haushaltsstreit keinen Strich durch die Rechnung macht (siehe Der Countdown zum Shutdown läuft: In wenigen Stunden geht der US-Regierung das Geld aus…) und die Grenzbeamten sowie das Sicherheitspersonal am 7. Oktober auch am Flughafen anzutreffen sind. Newsseiten berichten bereits über die Zwangspause für Sightseeing-Höhepunkte, geschlossene Museen und Nationalparks. Meine für übermorgen geplante Tour zum Everglades Nationalpark werde ich damit wohl auf den nächsten Florida-Besuch verschieben müssen…

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Tag 28 – Kreuzfahrt zur Bahamas-Insel Bimini

USA / Miami / Cruise Boat - From Miami to Bimini (Bahamas)

27. September 2013 | Posted in BAHAMAS, Beaches, CARIBIC, Florida, Islands, News, USA | By

Woooowwwww!!!!! Die Kreuzfahrt nach Bimini… ATEMBERAUBEND!!!! Bereits der Sonnenaufgang im Miami bei meiner Ankunft mit dem Tri-Train hat mich fasziniert – doch es sollte noch viel besser werden! An diesem morgen um 5 Uhr aufzustehen, um mit Taxi, Bus und Bahn rechtzeitig am 40 km entfernten Ferry-Dock in Miami anzukommen, bereue ich keine Minute! Zwar bekam ich beim Check-In mein 5 Min. zuvor hungrig erworbenes, großes Sandwich gleich wieder abgenommen, da das Mitführen von Lebensmitteln und Getränken strikt und unter Androhung einer Strafe von 500 US$ verboten ist … trotzdem: die Entschädigung sollte kurz darauf erfolgen!

USA / Miami / Cruise Boat - Relaxen auf dem Sonnendeck mit Blick auf Miamis Skyline.

USA / Miami / Cruise Boat – Relaxen auf dem Sonnendeck mit Blick auf Miamis Skyline.

 

USA / Miami / Cruise Boat - Strahlender Sonnenschein auf Deck 10.

USA / Miami / Cruise Boat – Strahlender Sonnenschein auf Deck 10.

Die Ankunft erinnerte an eine Spezialagenten-Szene. „Achtung, eine weitere Person kommt rein…“, „ich sehe ihn!“, „er befindet sich im Flur!“, „ja, er ist nun drin“, … „hier kommt ein weiteres Auto mit vier Personen an – Ich schicke sie zu euch rüber…“ – was das soll?! Am Terminal des großen Kreuzfahrtschiffes befanden sich mehr Angestellte als Passagiere und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Alle 2 Meter stand eine weitere Angestellte, grüßte und zeigte den Weg, damit sich auf den wenigen Zentimetern bis zur nächsten Angestellten ja nicht verirrt.

USA / Miami / Cruise Boat - Gäste beim Sonnenbad.

USA / Miami / Cruise Boat – Gäste beim Sonnenbad.

USA / Miami / Cruise Boat - Dieser armen Bahamerita (links) ist die Hose nach dem üppigem Frühstück bereits zu eng geworden.

USA / Miami / Cruise Boat – Dieser armen Bahamerita (links) ist die Hose nach dem üppigem Frühstück bereits zu eng geworden.

Währenddessen tanzte eine ultraheiße im knappen Bikini bekleidete „Bahamarita“ nach der nächsten an mir vorbei. Ich durfte gespannt sein, wie das auf dem Schiff erst sein wird… und konnte nur noch staunen! Hier geht es jedenfalls wesentlich freizügiger, und gelassener als in Nord-Europa zu 🙂 Auch meine Trauer um das abhanden gekommene Sandwich war schnell verlogen, als ich das lange Gratis-Buffet auf beiden Seiten des Party-Decks mit vielen frischen Früchten erblickte.

USA / Miami / Cruise Boat - Bye Bye Miami.

USA / Miami / Cruise Boat – Bye Bye Miami.

USA / Miami / Cruise Boat - Der DJ und seine Gäste sind bester Laune.

USA / Miami / Cruise Boat – Der DJ und seine Gäste sind bester Laune.

Und das alles für 0 US$ Ticketpreis!!! Jean ist ein Genie! (…an bestimmten Tagen ist dieser Trip jedoch auf regulär für 20US$, sonst ca. 120US$ zu haben und auch für diese Preise sehr zu empfehlen – siehe Link !). Die drei Stunden auf dem Schiff „Bimini Super Fast“ vergehen jedenfalls tatsächlich rasend schnell und um 12 Uhr ist Bimini zum Greifen nah…

 

Zu früh gefreut! Nur anschauen! „Nicht anfassen“!

Vierhundert Meter vor Bimini endet die Reise unerwartet abrupt und unglücklich! Das das große Schiff wegen des erst noch nicht (Zieltermin: Oktober 2013) fertiggestellten Docks nicht direkt bei der Insel anlegen kann, erfolgt der Weitertransport kurz vor der Küste i.d.R. durch zeitaufwendiges und geduldsames Umsteigen auf kleinere Boote. Wegen starken Wellengangs (auf dem großen Schiff kaum bemerkbar!) musste der Transfer jedoch leider plötzlich abgebrochen werden. Viele der amerikanischen Passagiere waren außer sich vor Wut. Das Schiff sollte nun fünf Stunden vor der Küste warten und dann wieder mit allen Gästen zurückfahren.

USA / Miami / Cruise Boat - Das Casino lockt einige Zocker zum Zeitvertreib an.

USA / Miami / Cruise Boat – Das Casino lockt einige Zocker zum Zeitvertreib an.

 

Als Ersatz gab es zum einen palettenweise Sandwiches und ein weiteres Gratis-Buffet. Zudem dürfen alle Gäste diese Reise erneut gratis unternehmen oder sich 80% des Geldes ausbezahlen lassen. Für mich war die Option sofort klar (80% von 0 US$ war wenig überzeugend!) und ich freute mich, das Vergnügen bald erneut für 0 US$ und dann sogar zusammen mit Jean zu haben. Denn was will man(n) mehr?! Es könnte Schlimmeres geben als bei knallender Sonne auf der Liege des Partydecks mit vollem Baum, heißen Salsa-Rhythmen und ebenso heißen Moves der Latinas* von den Wellen in ein sanftes Mittags-Nickerchen geschaukelt zu werden… Auch die ständigen Durchsagen „Ladies and Gentleman, we kindly remind you, that there is free lunch waiting for you on deck 10. Also good music and you can join our lottery…“ störten bei dieser Rundumzufriedenheit nur wenig.

USA / Miami / Cruise Boat - Heißes Sonnenbad auf Deck 10.

USA / Miami / Cruise Boat – Heißes Sonnenbad auf Deck 10.

Ob die Liege nun auf dem sonnigen Deck oder am Strand steht… kaum ein Unterschied. Nur die verlockende Abkühlung durch das glitzernde, königsblaue Meer hätte das noch perfekt gemacht! Ohne Digi-Cam und Reisepass wäre die Versuchung vermutlich groß genug gewesen, einfach von Board zu springen und zur Bahamas-Insel rüber zu schwimmen! Erfahrungen bei illegalen Einreisen habe ich ja spätestens seit meinem Kolumbien-Ecuador-Malheur 2012 mit dem gestohlenen Reisepass (Artikel über diese Extra-Story folgt irgendwann). Hier würde es sich wenigstens lohnen! Aber die zweite Gratis-Tour soll mir auch recht sein…
*) Für die weiblichen Leser: Muskulöse und halbnackte Amerikaner und Latinos liefen hier natürlich ebenfalls herum – eine Tour mit „Bimini Super Fast“ ist also für jeden das Richtige 😉 Und da alles (vermutlich bis auf diesen einen deutschen Schmarotzer :)) zahlende Gäste sind, bleibt angenehmerweise auch die übliche Belästigung und Geldbettelei durch „leichte Mädels“ erspart.

Immer wieder für Überraschungen gut

Vom vielen Essen und dem stundenlangen Sonnenbaden trotz wiederholender Gratis-Buffet-Durchsagen fast eingeschlummert und diese mittlerweile im Halbschlaf ignorierend, hätte ich diesen Moment in der heißen Sonne um Haaresbreite verschlafen! Die sprunghaften Bahamatianer! Nun also doch! Ausgewählte Passagiere (Einwohner und Touristen mit Hotelbuchung) dürfen das Boot verlassen. Eine Hotelbuchung habe ich zwar nicht, aber wer will das schon prüfen können. Erneut versammeln sich alle reisefertig in der Sports-Bar und sind gespannt ob es diesmal klappt. Schließlich mussten die rund 100 mit dem ersten Boot transportierten Kurzzeitbesucher wieder abgeholt werden. Und tatsächlich. Trotz wackeliger Angelegenheit konnte das kleine Boot am Schiff andocken und alle waren happy! Ein etwas angetrunkener und über 240 Pfund schwerer Amerikaner sorgte während der 30-minütigen Fahrt lautstark und etwas lallend immer wieder für gute Stimmung und Gelächter. Nur einigen Eltern ärgerten sich etwas über so manch unsittlichen Spruch – doch da sind die Amerikaner manchmal ja ohnehin etwas empfindlicher/spießiger.

Welcome at Binimi

Auf der Bahamas-Insel angekommen ging alles ganz flott. Pass gestempelt, zwei Schritte weiter ins Ferien-Ressort und mit dem kostenlosen Shuttle direkt zum Strand, um die letzte Sonnenstunde und den Sonnenuntergang zu genießen.

Sonnenuntergang in Bimini (Bahamas)

Sonnenuntergang in Bimini (Bahamas)

Meine kostenlose Hängematte für heute Nacht habe ich auf dem 20-minütigen Rückweg durch das große Ferienressort auch schon entdeckt! Warum die Ferienhäuser gut 500 US$ kosten, ist mir bei dem Anblick der zahlreichen „Villen“ nun klar.

BAHAMAS / Bimini - Hängematte

BAHAMAS / Bimini – Hängematte

Auch eine Pizza für 40 US$ aufwärts hat hier einen stolzen Preis. Zum Glück bin ich bereits papp-satt und genieße den restlichen Abend nun mit den verbleibenden Touristen an der Bar…

P.S.: Das mit dem vom Board springen und rüber schwimmen wäre eine schlechte Option gewesen! Mit dem Boot dauerte es 30 Minuten! Es waren demnach doch etwas mehr als nur ein paar hundert Meter. Wie gut dass mich meine Wertsachen von solchen Spontanitäten abhalten… 😉

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Tag 27 – Wochenend-Trip zur Bahamas-Insel Bimini

26. September 2013 | Posted in BAHAMAS, Beaches, CARIBIC, Islands, News | By

Für unfassbare 0 US$ organisierte der Reisefuchs Jean uns ein unschlagbar billige Reise zur ca. 80km östlich von Miami liegenden und gerade mal 11km langen und 200m breiten Bahamas-Insel Bimini. Da seine Mutter sehr nervös vor einer bevorstehenden OP ist und Jean sie daher spontan eine Woche in Venezuela besuchen wird, werde ich die folgende Woche leider „alleine“ auf den Bahamas und in Florida verbringen. Jean buchte ersatzweise für „weitere“ 0 US$ eine neue Tour nach Bimini mit seiner gesamten Familie im Dezember. Der Preis relativiert sich jedoch durch das 500 US$ teure Appartement, desselben Anbieters. Mein Glück, dass ich mit einer Hängematte ausgestattet, gratis übernachten werde. In der Hoffnung, dass ein leckeres Sandwich dort auch für unter 50 US$ zu haben ist, mache ich mich auf den Weg, zwei ruhige Tage auf der Bahamas-Insel zu verbringen.

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Tag 23 – Welcome to Miami!

Fort Lauderdale

22. September 2013 | Posted in Beaches, Florida, News, NORTH AMERICA, USA | By

Meine Bedenken über die USA-Einreis mit einem One-Way-Ticket waren unnötig. Der Officer der Borderline Protection stellte mir – verglichen mit den wortkargen, deutschen Grenzbeamten – zwar massenhaft Fragen über meine Herkunft, meinen Job und Umstände des USA-Aufenthaltes, doch interessierte sich dann sehr für meine Reise als Ganzes, deren geplanten Verlauf und erwarteten Kosten. Ich hoffe ihn nun nicht auf dumme Gedanken gebracht zu haben… Jedenfalls wollte er unbedingt den Link zu meinem Reiseblog haben, so dass ich künftig wohl mit meinen Posts a la Bimini-Reiseticket-Tricks aufpassen muss. Für meine Weiterreisedokumente interessierte sich jedenfalls niemand!

In Fort Lauderdale / Miami hat sich seit meinem letzten Besuch 2011 außer den nun wieder abgebauten, riesigen „100 Jahre Fort Lauderdale“-Buchstaben nichts verändert. Immer noch verlockt der kilometerlange, tolle Strand, die dahinter liegende „Partymeile“ und unzähligen vielen heiße Mädels! Zugleich geht es hier wieder viel ruhiger und gelassener zu als auf der dominikanischen und haitianischen Insel.

Mit der 2-stündigen Verspätung des Fluges, konnte ich diesmal dafür das beeindrucken helle und ewig weite Lichtermeer der 6-Millionen-Metropolregion Floridas bestaunen. Zwar ist das energiepolitisch nicht so toll aber trotzdem nicht weniger schön anzusehen.

right now, it’s the busiest time of my life!

Obwohl Jean sich in der heißen Endphase des Tenure-Tracks befindet und ihm damit nach sieben Jahren als Assistent Professor die Chance bevorsteht, in Kürze eine Stelle als Professor auf Lebenszeit zu erhalten, wurde es noch ein langer Abend. Bis 3 Uhr nachts erhielt ich von ihm als „Reise-Meister“ und Mitglied im Travelers Century Club mit bereits über 139 besuchte Territorien der Welt (siehe Liste aller weltweit 321 Territorien) zahlreiche Tipps, neue Anregungen und Empfehlungen.

 

Neue Reiseroute und Prioritäten – Zeit Spanisch zu lernen!

Meine ursprüngliche Reise-Route ist damit bereits komplett passé. Das Argument, für meine Reise schnellstmöglich Spanisch lernen zu müssen, ist sehr treffend! Mit meinen drei- bis vierhundert Worten Spanisch plus Gestikulieren kann ich mittlerweile zwar einige begrenzte Small-Talk-Gespräche führen und nach dem Weg fragen, doch ein Jahr nur auf diesem Level zu kommunizieren, wäre schon bald recht eintönig und langweilig. Von mehreren Freunden und Langzeitreisenden habe ich daher bereits die Spanisch-Sprachschule in Antigua/Guatemala empfohlen bekommen. Da sich dieser Tipp mittlerweile jedoch bereits überall rumspricht und Antigua damit ggf. bereits zu überlaufen und touristisch ist, werde ich ggf. auf die Nachbarländer ausweichen. Die sündhaft billigen Flugpreise zwischen 30 und 70 Dollar haben mich jedenfalls für die Abkürzung meiner Route („skip the south states and mexiko! you can do that later!“) restlos überzeugt. Der Hauptstandort Fort Lauderdale der Billigfluggesellschaft Spirit Air ist einfach ideal, für einen Besuch der Länder El Salvador, Costa Rica oder Guatemala! Nach zwei bis drei Wochen in Florida werde ich daher einen kleinen Sprung in den Süden machen.

Eindeutig zu viel Gepäck!

Zuvor ist es allerdings absolut erforderlich mein bei der Abreise eigentlich nur 12kg schweres Gepäck um mindestens 50-70% zu reduzieren. Zwar wird mir das schwerfallen, meine Weiterreise jedoch ungemein vereinfachen. Vermutlich hatte ich bislang vergebens darauf spekuliert, dass mir bald etwas gestohlen wird. Nun muss ich also selbst entscheiden, was nicht weiter mitreisen darf… sehr spendabel und mit großem Vergnügen werde ich bis zur Weiterreise daher die üppig eingepackte Sonnencreme aufbrauchen, die an Floridas Stränden sicherlich gut investiert ist.

 

Erste Eindrücke aus den USA (trotz zweitem Besuch!)

Während Jean täglich (und in diesem Jahr bislang ausnahmslos *jeden!* Samstag und Sonntag) bis tief in der Nacht an der Uni arbeitet, freue ich mich über sein Angebot, zwischenzeitlich sein Auto für Ausflüge nutzen zu können. Am späten Sonntagabend (mittlerweile ist es 23 Uhr) treffe ich an der Uni immer noch über 14 fleißig arbeitende Architekturstudenten an, denen ich in Jean’s XXXL-Sakko (die Klimaanlage ist eisig kalt!!!) wohl etwas seltsam vorkomme. Naja, die USA und Deutschland sind eben doch recht verschieden! Während bei uns eher bald wieder die Heizungen anspringen, werden hier die Innenräume – für mich unverständlich – auf Tiefkühltruhentemperaturen heruntergekühlt und die Amerikanern ist das in kurzen Shorts immer noch zu heiß… ?! Das verstehe wer will! Meine Jacke schmeiße ich damit wohl besser nicht aus dem Gepäck! Beeindruckend ist auch die Übergröße von wirklich allem!!! Seien es die breiten Straßen, großzügigen Parkplätze oder 10kg Jumbo-Salatpackungen – hier ist einfach alles etwas größer als Zuhause. Und manchmal sogar wesentlich billiger! Für 20 US$ schleppten wir heute (am Sonntag haben in dieser touristischen Gegend trotzdem sehr viele Geschäfte geöffnet!) kiloweise frisches Obst und Gemüse aus einem Laden, das in Deutschland gut das dreifache gekostet hätte! Die verschwenderische Unart, jedes Kaufobjekt in eine eigene Plastiktüte zu verstauen, entspricht hier jedoch absolut nicht den deutschen, umweltbewussten Gepflogenheiten. Obwohl ich mich als Autofahrer auch immer wieder über billigen Sprit freue, sind hier Rohstoffe und Energie wohl doch einfach noch zu billig, um für ein bewussteres Verhalten zu sorgen.

 

Die nächsten Tage und Wochen in Florida

Nach 21 Tage recht schnellem Reisen, wird es in Florida vermutlich etwas langsamer und gemütlicher zugehen. Zu sehen und besuchen gibt es trotzdem genug! Neben Miami, Fort Lauderdale und einen Abstecher auf die Bahama-Insel Bimini, interessiert mich auch ein Besuch der Everglades Alligator Farm, des West Palm Beaches, der Florida Keys, die Nationalparks, die Jungle Island, das Kennedy Space Center, das Universal Orlando Resort, die Disney Themenparks und das EPCOT. Bei Gelegenheit werde ich einen Blick in den Lonly Planet werfen müssen, was es hier noch so alles zu erleben gibt. An Strandtagen wie heute bleibt hingegen immer mal wieder Zeit, etwas Spanisch zu lernen, den die USA soll eigentlich nur eine kurze Verschnaufspause vor der anstehenden Weiterreise sein.

 

Zu den Bildern aus Fort Lauderdale / Miami / Tampa / Clearwater von 2011

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Tag 22 – ¡Adios Hispaniola!

21. September 2013 | Posted in CARIBIC, DOMINICAN REPUBLIC, News, Summary | By

Die vergangenen zwei Wochen in der Dominikanischen Republik und Haiti vergingen wie im Flug und waren eindeutig zu kurz. Da die Flüge in der Regel vorab günstiger zu buchen sind und ich zudem ein Weiterreiseticket für den Grenzübergang benötigte, musste ich zuhause bereits abschätzen, wie lange es mir hier wohl gefallen würde und wann die Reise weiter nach Fort Lauderdale gehen soll.

In 13 Tagen versuchte ich daher Eindrücke verschiedener Regionen der Insel zu gewinnen und besuchte auf der Insel insgesamt 13 Orte und legte dabei über 1700 km mit dem Bus und über 100 km zu Fuß zurück:

(A) Punta Cana / Playa Bavaro
(G) Santo Domingo / Colonial Zone
(C) Port-au-Prince / Carrefour / Petion-Ville / Haiti-Anreise
(D) Sanchez / Las Terrenas / Cap Bonita / El Limon / Samana
(E) Puerto Plata
(F) Santiago de los Caballeros

Bei so vielen Erlebnissen und Eindrücken in kurzer Zeit gelang es mir leider kaum, zu jeder Station etwas zu berichten. Insbesondere den „Rückstand“ der vier Internet- und Notebooklosen Tage in Haiti ist unaufholbar 😉 Trotzdem werde ich weiterhin versuche, auch online „am Ball zu bleiben“, um die gemachten Erfahrungen zu einem „Online-Reiseführer light“ mit vielen Bildern und nützlichen Informationen (siehe ABOUT) auszubauen.

Die mehrstündigen Busfahrten habe ich jedoch dazu genutzt, Fotos aus Haiti zu selektieren und zu kommentieren. Daher bin ich zuversichtlich in Kürze einige Stories hierzu nachliefern zu können.

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Tag 22 – Fünf Stunden Rumlungern am Flughafen – Spirit Air lässt auf sich warten…

Santo Domingo Airport

21. September 2013 | Posted in Airports, CARIBIC, DOMINICAN REPUBLIC, News | By

Hm… ordnungsgemäße drei Stunden vor dem Abflug gebe ich mein Gepäck am Flughafen in Santo Domingo ab und erfahre, dass der Flug sich um mindestens zwei Stunden verschiebt. Dass dies bei der Billigairline Spirit Air immer mal wieder vorkommt und man sogar Glück hat, wenn die Flüge wegen technischen Defekten nicht ganz ausfallen, habe ich nun bereits von mehreren Amerikanern gehört. Nach europäischem Fluggastrecht gäbe es nun immerhin eine nette Entschädigung über 250 Euro. Die beste Alternative wäre ein Abstecher zum 11 km entfernten Touri-Strand Boca Chica:

Doch leider ist die Prozedur bei internationalen Flügen immer noch derart zeitraubend und umständlich, dass ich das Verpassen des Fluges besser nicht riskiere und in den abgedunkelten Wartebereichen dem verpassten Strand-Tag bei super tollem Wetter nachtrauern kann. Naja, Zeit für mich, einige Fotos auszusortieren und etwas Spanisch zu lernen.

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Tag 22 – Mit einem One-Way-Ticket in die USA einreisen?

21. September 2013 | Posted in Airports, News, NORTH AMERICA, Special, USA | By

Jean ist ein wirklich „cleverer Fuchs“!!! Keine Ahnung wie er es diesmal wieder angestellt hat… Gerade überraschte er mich mit einem Ticket für die Fähre zu einer kleinen, von Miami 100km entfernten Bahamas-Insel namens Bimini! Dabei fragte ich ihn lediglich nach einem Tipp, wie ich ohne Rückflugticket morgen am besten mit der Airline und den Grenzbeamten zurecht komme. „Zeige einfach dein Ticket nach Bimini. Es befindet sich im Anhang!“ war seine einfache Antwort… Kaum zu glauben! Wie er es geschafft hat, sogar *kostenlos* an diese Tickets zu kommen werde ich noch herausfinden müssen! Bereits bei meinem letzten Besuch in Florida, überraschte er mich mit einem 9$-Ticket ins benachbarte Tampa und Clearwater. Von Jean muss ich mir für meine Weiterreise unbedingt noch so manchen Tipp geben lassen!

Ticket von Miami nach Bimini für 0 USD

Ticket von Miami nach Bimini für 0 USD

Das Ticket in der jetzigen Form, löst das Problem mit dem morgigen One-Way-Flug in die USA allerdings leider noch nicht ganz, denn es bringt mich zwei Tage darauf wieder zurück in die USA. Daher Jeans Vorschlag:

Matthias the ticket here attached is a return ticket, Miami-Bimini-Miami by ship. I think it is better you have only one way ticket exiting USA to show to the Airline.

Therefore I will ask the company to give me the same reservation but only the one way sector from Miami to Bimini. It may take some hours. You can downloaded and print it later tonight or tomorrow.

Diesen Spezialwunsch mitten in der Nacht erfüllt zu bekommen, konnte ich mir nicht vorstellen. Daher entfernte ich die Abschnitte für die Rückfahrt einfach eigenständig aus dem Dokument. Schließlich soll sich die Airline nur für meine Ausreise interessieren. Nicht gerechnet hatte ich allerdings mit Jeans Raffinesse! Er forderte gar kein neues Dokument an, sondern hatte den selben Plan ohne es mir sagen zu wollen, weil…

Ha ha! I had the same idea. You are German – and you guys are too correct! I was afraid you will not like my idea to modify it. So I already did it. Please find the attachment here. I wrote a new price because 0 dollars look like a fake!

So ein Schlitzohr! Da hatten wir den selben Gedanken, nur dass Jean die Sorge hatte, ein Deutscher sei „zu korrekt“ für eine solche notwendige Anpassung… Mal schauen, ob es morgen am Flughafen überhaupt jemanden interessiert. Von der Grenzbeamtin in Puerto Rico erhielt ich bereits den Tipp, einfach nur meine Weiterreise glaubhaft machen zu müssen – bspw. durch einige Hotelbuchungen in den nächsten Ländern.

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Tag 19 – Ausflug zum Salto del Limon und nach Samana

DOMINICAN REPUBLIC / El Limon - Auch die Einheimischen sind beim Baden am Wasserfall anzutreffen.

19. September 2013 | Posted in CARIBIC, DOMINICAN REPUBLIC, News | By

Nach der gestrigen Wandertour mit insg. über 17 km Fußweg, war heute die Erkundung der Halbinsel Samana mit dem Guaguas (kleiner Van als Taxi-Bus) angesagt. Für nur 50 RD$ ging es am frühen morgen auf der Ladefläche eines Jeeps in das von Las Terrenas 12km entfernte El Limon zur Besichtigung der Wasserfälle „Las Cascadas Del Limón„.
Für 750 RD$ bieten hier zahlreiche Tourguides eine geführte Tour mit dem Pferd für die ca. 5 km lange Tour durch das gebirgige Naturschutzgebiet. Schneller oder bequemer voran kommt man damit jedoch nicht, denn in der Regel läuft ein Einheimischer Guide gemütlich nebenher!

DOMINICAN REPUBLIC / El Limon - Eine wunderschöne Landschaft. Abgesehen von den Palmen fast wie zuhause im Schwarzwald ;)

DOMINICAN REPUBLIC / El Limon – Eine wunderschöne Landschaft. Abgesehen von den Palmen fast wie zuhause im Schwarzwald 😉

Ich entschied mich für einen Spaziergang ohne Pferd und wurde die erste halbe Stunde einen vom Taxifahrer herbeigerufenen Tourguide verfolgt. Dieser nervte mich mit seinen Stories, dass diese im Wald gelegene, einsame Strecke nur in Begleitung mit einem Einheimischen zum Schutz der Natur und vor bösen Banditen betreten werden darf. Das war natürlich völliger Unsinn. Gerade diese Strecke ist ein typisches Touristenziel und damit trifft man tagsüber immer wieder Besuchergruppen an. Meine Einwände, ihn auf meiner Tour nicht dabei haben zu wollen, ignorierte mein nervender und unerwünschter Guide jedoch konsequent und meinte, es sei nicht möglich, hier alleine zu wandern. Erst als ich ihm glaubhaft machen konnte, dass er für die aufgezwängte und lästige Begleitung keinen Cent erwarten darf, entschied er sich endlich doch anders und erzählte mir plötzlich abenteuerliche Geschichten von seiner Großfamilie und fünf zu ernährenden Kindern. Vielleicht ein Fehler das zu tun, doch mit 100 RD$ hatte ich endlich meine Ruhe.

Verärgert war ich jedoch über den Taxifahrer, der mich auf Empfehlung meiner Vermieterin beim „Casa Nega“ absetzen sollte, von wo aus man über eine zweite/alternative Route zu den Wasserfällen wandern kann. Doch dieser hat zwar das Geld für die Fahrt eingestrichen, mich aber zusammen mit dem aufgehalsten Tourguide frech angelogen, angeblich vor dem Casa Nega zu stehen, das sich in Wirklichkeit 4 km weiter befand -> Hier kann man sich auf nichts verlassen!!!

Naja, der heutige Tagesausflug war trotzdem sehr schön und mit den beiden Gaunern (Taxifahrer und Tourguide) wieder mal kulturell lehrreich 😉

DOMINICAN REPUBLIC / El Limon - Badegäste vor dem Wasserfall El Limon.

DOMINICAN REPUBLIC / El Limon – Badegäste vor dem Wasserfall El Limon.

Den Rest des Tages fuhr ich mit Guaguas (Sammeltaxis) quer über das Halbinselchen. Von El Limon fahren regelmäßig Guaguas die 25 km lange Strecke nach Samana (für 75 RD$). Besonders viel zu bieten hat das kleine Städtchen zwar nicht, doch von hier aus bietet sich eine Bootstour zur Insel Cayo Levantado an. Für 90 RD$ kommt man mit dem Guagua von Samana auch wieder zurück ins ca. 35 km entfernte Sanchez. Von dort aus ging es mit einem weiteren Guagua (75 RD$) zurück in das 17 km entfernte Las Terrenas, um den Abend gemeinsam mit den deutschen und amerikanischen Nachbarn ausklingen zu lassen.

 

Bilder-Galerien

 

Preis-Informationen

57,60 Dominikanische Peso (DOP/RD$) = 1 EUR (18.09.2013)

 

50 RD$ Mit dem Guagua (Taxi-Bus) von Las Terrenas nach El Limon (13 km)
75 RD$ Mit dem Guagua (Taxi-Bus) von El Limon nach Samana (25 km)
90 RD$ Mit dem Guagua (Taxi-Bus) von Samana nach Sanchez (35 km)
325 RD$ Mit dem Bus (Caribe Tour) von Sanchez nach Santo Domingo (150 km, 2h Fahrt)
300 RD$ Mit dem Bus (Mini-Van) von Las Terrenas nach Puerta Plata (180 km, 4h Fahrt)
750 RD$ Tour mit dem Pferd zu den Wasserfällen „Las Cascadas Del Limón
50 RD$ Eintritt in das Naturschutzgebiet zu den Wasserfällen „Las Cascadas Del Limón
15 US$ Unterkunft pro Nacht im Einzel/Doppelzimmer/Bungalow „Fata Morgana“ (ist mit drei Betten ausgestattet)
20 US$ Bootstour von Samana zur Insel Cayo Levantado (Preis unverhandelt: daher ggf. auch billiger!)

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Tag 20 – Besuch der Hafenstadt Puerto Plata

19. September 2013 | Posted in CARIBIC, Cities, DOMINICAN REPUBLIC, News | By

Gestern Abend überlegte ich lange hin- und her, für heute morgen wirklich den einzigen, bereits um 6:30 Uhr aus Las Terrenas abfahrenden Bus (300 RD$) nach Puerto Plata zu nehmen… und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt!!!
Nach vierstündiger Fahrt (wegen ständigem Anhalten für die Mitnahme unzähliger Lieferungen, Säcke, etc.) überzeugte mich die ca. 130.000 Einwohner große Stadt zunächst nicht und ich hätte meine Reise fast schon voreilig nach Santo Domingo fortgesetzt. Doch der Besuch der Touristen-Information hat sich gelohnt! So viele interessante Sehenswürdigkeiten hätte ich hier im ersten Augenblick gar nicht vermutet. Also war meine erste Herausforderung, eine Unterkunft zu finden. Vorab fand ich im Internet nur wenige aber passable Angebote um die 25 Euro. Völlig ungläubig schaute ich daher auf die Preisangaben der Touri-Information: Hotelzimmer für nur 3 Euro?!?! Was man dafür bekommt, wollte ich nun wissen… Zwei Häuserecken vom Stadt-Zentrum entfernt besichtigte ich das erste „Hotel“. Naja – ein Badezimmer mitten im Hof war weniger meine Vorstellung von einem Hotel. Doch direkt im Gebäude daneben wurde ich fündig! Für 5 Euro ein Standardzimmer, für 10 Euro die Luxusvariante – unglaublich! Mein Gepäck im Zimmer deponiert, begann mir nun auch die Stadt zunehmend zu gefallen.

Nach einer Tour zum Malecon, dem Hafen und der Besichtigung der kleinen Festung Fortaleza San Felipe (ehemaliges Gefängnis und nun ein Museum, 100 RD$ Eintritt mit deutschem/schwäbischem Audio-Guide) ging es mit einem Motortaxi zur Seilbahnstation. Von dort aus gelangt man für 350 RD$ (inkl. Retour) auf den 793 Meter hohen Berg Pico Isabel de Torres. Auf dem Berg befindet sich neben einem kleinen botanischen Garten mit Lagune und einer Höhle, eine ?? Meter große Nachbildung der Christus-Statue Cristo Redentor aus Rio de Janeiro.

Ein Motortaxi brachte mich anschließend zurück ins Stadtzentrum. Auch hier sollte die Fahrt mit 100 RD$ zunächst doppelt so viel wie normal kosten und der Fahrer begann schon etwas von „lejo“ (weeeiiiittt) zu jammern als ich ihm mein Foto von der offiziellen Preisliste zeigte – danach nur noch ein „OK!“ und für 50 RD$ ging’s weiter 🙂

Für nur 50 RD$ Eintritt konnte man im Bernsteinmuseum zahlreiche Steinchen mit „konservierten“ Tierchen aus früheren Zeiten bestaunen. Da ich nach meinem Besuch versehentlich den falschen Ausgang nahm, rannte mir der Bernstein-Shop-Besitzer sogar verzweifelt und weit hinterher. An seinen teuren Angeboten hatte ich zwar kein Interesse, aber die Steinchen gefielen mir in der Tat sehr gut!

Nach einem Spaziergang durch das Stadtzentrum sollte es für heute nach diesem frühen Start auch gut sein. In meiner direkten Nachbarschaft lausche ich nebenher dem bereits über 2h lang andauernden Gottesdienst mit viel Gesang und (manchmal schräger) Live-Musik . Zwar verstehe ich außer den unzählige-male vorkommenden Hallelujahs, santos und gracias dios kein Wort, doch steigert sich der Redner so richtig in seinen „Auftritt“ hinein und schreit seit über einer Stunde bereits sehr emotional und nun allmählich erschöpft ins Mikrofon. Bequem, das neben dem Bloggen auf meinem Balkon mitverfolgen zu können 🙂

Für morgen bin ich mir noch unschlüssig, ggf. die nahegelegene Rumfabrik der Familie Brugal (eine der drei großen Rum-Marken des Landes), den Playa Dorada, Playa Long Beach oder eine andere Stadt (La Vega) im Zentrum der Dominikanischen Republik zu besuchen.

Übermorgen geht es – wenn die Einreise ohne Rückflugticket funktioniert – bereits weiter in die USA/Miami, wo ich erneut Prof. Jean besuchen werde und wo nach den vielen Ausflügen der letzten Tage eine etwas ruhigere Zeit folgen wird.

Bildergalerie

Preis-Informationen

57,60 Dominikanische Peso (DOP/RD$) = 1 EUR (18.09.2013)

300 RD$ Mit dem Bus (Mini-Van) von Las Terrenas nach Puerta Plata (180 km, 4h Fahrt)
100 RD$ Eintritt für die Festung / das Museum Fortaleza San Felipe
350 RD$ Fahrt (inkl. Retour) mit der Seilbahn auf den 793 Meter hohen Berg Pico Isabel de Torres (zur Nachbildung der Christus-Statue Cristo Redentor). Alternativ ist die Fahrt auch mit dem Taxi möglich.
ab 300 RD$ Unterkunft pro Nacht im zentrumsnahen Hotel San Miguel (Tel. 809-261-5505) oder Hotel Victoriano (500-1000 RD$, Tel. 809-580-9792)
50 RD$ Fahrt mit dem Motortaxi vom Stadtzentrum zur Seilbahnstation.
50 RD$ Eintritt für das Bernsteinmuseum (Museo del Ambar).

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Tag 18 – Tour nach Las Terranes auf der Halbinsel Samana

Bucht der Halbinsel Samana

17. September 2013 | Posted in Beaches, CARIBIC, DOMINICAN REPUBLIC, News | By

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - Blick auf die Bahia de Samana

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – Blick auf die Bahia de Samana

Spät abends von der elf-stündigen Reise aus Port-au-Prince wieder in Santo Domingo angekommen, bemerke ich, dass mir für die Erkundung des Nordens der Dominikanischen Republik nur noch 4 Tage verbleiben.

Dabei soll gerade die Reise in das gebirgige Hinterland, der Besuch einer Stadt im Landesinneren oder aber ein Besuch der zahlreichen Strände und Wasserfälle auf der Halbinsel Samaná sehr toll sein.
In Puerto Plata war so kurzfristig jedoch leider keine rentable Unterkunft unter 80$ mehr zu finden.
Mittlerweile habe ich mich mit den lukrativen Preisen um die 20 US$ für ein Einzelzimmer angefreundet und werde am Playa Bonita auf der Halbinsel Semana schließlich fündig. Damit steht fest, wo die Reise in wenigen Stunden hinführen wird. Mein Gepäck lasse ich wie die letzten sechs Tage auch diesmal wieder in Santo Domingo zurück und mache mich mit einer Minimalausstattung und neuer Kleidung auf den Weg. Für nur 320 RD$ (5,30 Euro) fährt Caribe Tours mehrmals täglich in das zwei Stunden entfernte Sanchez. Von hier aus kann man die letzten 17km zum Playa Bonita (in der Nähe von Las Terranes) mit einem lokalen Bus für ca. 50 RD$ zurücklegen.

Bewusstes Missverständnis um den Taxi-Preis

In Sanchez mit dem Bus angekommen, stürzen sich sofort die hektischen Taxifahrer auf die aussteigenden Gäste. Mit meinen wenigen Worten Spanisch war „Tranquillo!“ immerhin das richtige, um für etwas Ruhe zu sorgen. Verdächtig kam mir hingegen gleich vor, dass sich der Motorrad-Taxifahrer sofort auf meinen Preis „para 50 a Las Terranes?!?“ einließ, was dem Preis des Busses entsprach. Die „Spezifikationslücke“ wurde mir auch prompt bewusst, doch wartete ich mal ab, ob er tatsächlich so frech werden würde, mir für 17 Kilometer Motorradfahrt 50 US-Dollar statt 50 Dominikanische Peso (1 Euro) abknöpfen zu wollen.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - Das bergige Hinterland auf der Halbinsel Samana.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – Das bergige Hinterland auf der Halbinsel Samana.

 

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - Die grüne vom Meer umgebene Landschaft der Halbinsel.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – Die grüne vom Meer umgebene Landschaft der Halbinsel.

Nach vier Kilometer Fahrt durch das steile Gebirge mit einer atemberaubend tollen Landschaft und Ausblick auf die weiten Palmenstrände der Halbinsel begann er dann davon zu schwärmen, was man für 50USD heutzutage schönes erleben kann. Für mich jedenfalls höchste Zeit ihn zu korrigieren! Wohlwissend das 50USD überzogen zu viel ist und genervt von meiner ständigen Wiederholung „No Dollares – 50 Pesos!!!“ klingt sein neues Angebot „500 Pesos“ (ca. 12 USD) schon etwas vernünftiger, passt mir aber immer noch nicht. Bei so viel Frechheit, mir mitten im Nirvana überteuerte Fahrpreise andrehen zu wollen, schlage ich auch sein Angebot aus, mich für ca. 2 Euro zurück zur Busstation zu bringen und entscheide mich, die verbleibenden 13 Kilometer zu laufen. Nach der neunstündigen Busfahrt des vergangenen Tages und den 24km „Stadt-Spaziergang“ durch die Metropolregion um Port-au-Prince zwei Tage zuvor, bietet die Halbinsel Semana zum Wandern die richtige Umgebung für ein schönes Naturerlebnis. Nach neun Kilometern Wandern in der prallen Mittagssonne lasse ich es dann doch gut sein und nehme das freundliche Mitfahrangebot eines Motorradfahrers (derlei Angebote gab es zwischenzeitlich zahlreich!) an, der mich zum herrlichen Strand Playa Bonita brachte und letztlich nicht einmal Geld dafür annehmen wollte.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - 12km spazierte ich diese Straße nach Las Terrenas entlang.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – 12km spazierte ich diese Straße nach Las Terrenas entlang.

Playa Bonita

Dieser Strand trägt seinen Namen zurecht! Sand wie Puderzucker und klares, türkisblaues Wasser laden an diesem fast menschenleeren Strand zum Erholen ein – insb. nach langen Wanderungen…
Die Strandpromenade wurde künstlich begrünt und neben einigen Surfschulen und gemütlichen Kaffees grenzen zahlreiche luxuriöse Villen und Ferienwohnungen an den idyllischen Playa Bonita an.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - In der Nähe des Punta Bonita.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – In der Nähe des Punta Bonita.

Meine Unterkunft suche ich jedoch vergebens und auch keinem Anwohner sagt der Name des Hauses etwas – außer einem Motorrad-Taxifahrer, der zielgerichtet mit mir losfährt, ehe er mich nach 5 Minuten Fahrt durch zwei Dörfer plötzlich fragt, wo ich überhaupt hin möchte…
Nach langem Herumeiern findet er das angegebene Ziel dann doch noch und gibt sich anständigerweise mit zwei Dollar zufrieden. Tja – und da stehe ich alleine vor dem Tor zu einem recht großen, mehrere Ferienhäuser umfassendes Grundstück und keiner (auch kein Nachbar) ist zuhause. Naja, nicht ganz: ich betrete einfach das riesige Gelände (bin ja mit Uhrzeit angekündigt) und werde immerhin von zwei Hunden angeknurrt und von zwei grasenden Eseln neugierig verfolgt. Zeit für mich, in der Hängematte vor dem Gästehaus zu baumeln und die heutigen Erlebnisse mit meinem Notebook festzuhalten… bis ich plötzlich eine Holländerin aus dem Nachbarhaus rufen höre: „Matthias! Da bist du ja! Ich habe auf dich gewartet!“. Überrascht, sogar auf (fast) deutsch begrüßt zu werden, freue ich mich bei dem schwül-heißem und sonnigen Wetter über eine kalte Dusche im eigenen Bungalow und mache mich schlau, wie ich morgen preisgünstig zu den Wasserfälle „Las Cascadas Del Limón“ komme…

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita - Mein Zuhause für 2 Nächte am Playa Bonita.

DOMINICAN REPUBLIC / Las Terrenas / Cap Bonita – Mein Zuhause für 2 Nächte am Playa Bonita.

Mittlerweile sind auch die vier Nachbar-Bungalows bewohnt und meine 21-jährige, deutsche Nachbarin wurde von ihrem hungrigen, dominikanischen Freund gleich mal zum Einkaufen und Kochen geschickt! Ihre Beschwerden über das dominikanische Macho-Verhalten helfen dabei auch als deutsche, reiche Touristin nichts. Ein Jahr, so erzählt Laura, verbrachte sie im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahr bereits in der Dominikanischen Republik und regt sich immer noch besonders über den Status der Frauen auf dem Lande sowie die erlebte Korruption und teils heftige und schwere Kriminalität auf. Insbesondere durch den Polizeiberuf ihres dominikanischen Freundes hat sie schon von vielen krassen Situationen und Zuständen gehört. Während meine Erzählungen über Erlebtes schon ab und zu Freunde und Bekannte schockierten, berichtet Laura über Erlebnisse, die all das mit Leichtigkeit in den Schatten stellen. Ich hoffe, Horrorgeschichten dieser Art bleiben mir weiterhin erspart und ich feilsche stattdessen lieber mit harmlosen aber gaunerhaften Taxifahrern ums Geld…

 

Zu den weiteren Bildern aus Las-Terrenas / Cap Bonita

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