Geschützt: Besuch aus Deutschland

15. Dezember 2013 | Posted in GUATEMALA, News | By

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Weihnachtsmarkt, Schneeballschlacht und Schlittschuhlaufen in Guatemala City

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Juegos de Nieve. Schneespiele und Schneespaß in Zentralamerika

25. November 2013 | Posted in Capitals, Cities, GUATEMALA, News, NORTH AMERICA | By

Als ich mich heute früh in San Salvador mit dem Bus auf den Weg machte, hatte ich noch keine Ahnung, was mich im benachbarten Guatemala erwarten würde. Um 5 Uhr morgens hatte ich immerhin nochmal die Gelegenheit, San Salvador im schimmernden Sonnenaufgang bewundern zu dürfen, ehe die rasante Fahrt durch die schöne und gebirgige Landschaft begann.

EL SALVADOR / San Salvador - Auf dem Weg zum Busterminal am frühen morgen im Stadtviertel San Benito

EL SALVADOR / San Salvador – Auf dem Weg zum Busterminal am frühen morgen im Stadtviertel San Benito

Auf der kurvigen Strecke wurde man in Kombination mit dem ambitionierten Fahrstiel des Busfahrers derart hin- und hergeschleudert, dass mein Vordermann beim Schlafen sogar um Harresbreite auf dem Boden gelandet wäre. So wurde ich trotz kurzer Nacht wach gehalten und war glücklich, die bewundernswerte Umgebung auf der fünfstündigen Fahrt nicht verpasst zu haben.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - typischer Bus in Guatemala

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – typischer Bus in Guatemala

Obwohl mir eine deutsche und amerikanische Globtrotterin (beide sind bereits zwischen 2 und 10 Jahren auf Weltreise) prophezeite, mich in Guatemalas Hauptstadt schnell langweilen zu werden, bin ich vom Gegenteil überzeugt! Bereits die Anfahrt mit dem Bus ermöglichte einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte, sehr weitläufige Stadt und gab mir schon einen tollen Vorgeschmack auf die Erlebnisse der nächsten Tage. Wie auch in San Salvador kamen wir zunächst an den luxuriösen Wohngegenden und Villen vorbei. Mit der Erfahrung aus San Salvador lies ich mich davon jedoch nicht mehr so schnell blenden und war diesmal weniger überrascht, dass das Stadtbild im Zentrum ein anderes (typisch lateinamerikanisches) war. Trotzdem fühlte ich mich bereits bei der Anreise wie auf einer Tour durch einen riesigen Freizeitpark, da vieles spielerisch bunt und verschnörkelt wirkte.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Zwar ist es etwas bewölkt, doch pessimistischerweise gleich so viele Regenschirme aufzuhängen ist eindeutig übertrieben

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Zwar ist es etwas bewölkt, doch pessimistischerweise gleich so viele Regenschirme aufzuhängen ist eindeutig übertrieben

Am Busterminal angekommen war ich mittlerweile routinierter und suchte gleich die benachbarte Tankstelle auf, um mir ein paar guatemaltekische Quetzals (nichts zu Essen! So lautet nur die Währung) zu besorgen und zu wechseln. Während mein Vordermann in 100-GTQ-Schritten mehrmals Geld abhob, war ich froh, dass die Begrenzung scheinbar nur für seine Visa-Karte galt und nicht etwa am Geldautomat lag. Meine 100er-Banknoten (entspricht 12,50 US$) lies ich auch gleich kleiner wechseln, ehe der Gastwirt wie in San Salvador wieder die gesamte Nachbarschaft nach Wechselgeld abklappern muss. Mit einem dicken Bündel Geld (dummerweise zusammen getackert! Wer macht denn so etwas?!) zwängte ich mich in den vollen Bus und war erstaunt über den reibungslosen Ablauf und das übersichtliche Verkehrssystem. Während die Busfahrt in San Salvador regelmäßig eine nervige und lange Prozesdur (eine Stunde um vom gehobenen Wohnviertel San Benito ins Stadtzentrum zu kommen) war, ging es hier mit extra Busspuren zügig voran. Im Stadtzentrum angekommen, war auch das Hotel durch die praktische Nummerierung der Straßen und Avenidas leicht zu finden.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Da sind sie wieder: Meine Lieblingsverkäufer mit frischem Obst zum Spottpreis.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Da sind sie wieder: Meine Lieblingsverkäufer mit frischem Obst zum Spottpreis.

Gefreut habe ich mich insbesondere über die vielen Obstverkäufer und schlug an jeder Ecke erneut zu. Für gerade mal 5 Quetzals (ca. 60 Eurocent) gab es eine riesige Tüte mit frischem Obst (Ananas, Papaya, Gurken, Melonen, etc.). Nachdem mein Gepäck im Hotelzimmer verstaut war, machte ich mich daher sofort auf den Weg für ein Mittagessen.
Als ich zum zweiten mal von der gleichen Telefonverkäuferin auf ihr tolles Angebot angesprochen wurde, übte ich mein Spanisch, indem ich ihr erklärte, warum ich im Urlaub und insbesondere in Guatemala kein noch so günstiges Handy (12 Dollar mit 130 Freiminuten) benötige. Daraufhin bekam ich von ihr überraschend einen Lutscher geschenkt und sollte ihr „du hast schöne Augen“ auf deutsch übersetzen. Verwundert über die skurrile Situation, verabschiedete ich mich freundlich, um die Innenstadt zu erkunden.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Mein erster Eindruck auf der Toilette des Busbahnhofs: Selbst die Seife wird hier angekettet

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Mein erster Eindruck auf der Toilette des Busbahnhofs: Selbst die Seife wird hier angekettet

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Die Essensstände reihen sich in den Straßen eng aneinander und laden für 50 Euro-Cent zu einem herzhaften Snack ein

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Die Essensstände reihen sich in den Straßen eng aneinander und laden für 50 Euro-Cent zu einem herzhaften Snack ein

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - An den Straßenständen ist alles zu haben, was man so für den Alltag braucht...

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – An den Straßenständen ist alles zu haben, was man so für den Alltag braucht…

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - In so manchem Kleidungsgeschäft fällt die Suche nach der passenden Größe nicht besonders leicht

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – In so manchem Kleidungsgeschäft fällt die Suche nach der passenden Größe nicht besonders leicht

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Traditionelle Kleidung ist hier noch sehr verbreitet

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Traditionelle Kleidung ist hier noch sehr verbreitet

Obwohl ich nur 240 km von El Salvador aus weiterreiste, kommt mir die Kultur und das Aussehen der Einwohner hier ganz anders vor. Insbesondere habe ich das Gefühl, dass hier alle anderthalb Köpfe kleiner sind. Insbesondere die Frauen unterscheiden sich in ihrer Größe häufig nicht mehr besonders von ihren Kindern. Kinder rennen hingegen überall reichlich herum, um so manches Hausmütterchen zog gleich vier bis fünf Kinder hinter sich her. Auch stillende Mütter sitzen hier an jeder Ecke oder säugen ihr Baby sogar während dem Einkaufen oder Vorbeilaufen in der sehr lebendigen Einkaufsstraße.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Der gutgelaunte Mario verkauft den Kindern seine ominösen Pillen

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Der gutgelaunte Mario verkauft den Kindern seine ominösen Pillen

Trotz dem vielen Trubel in der kilometerlangen Shoppingmeile und Marktstraßen, geht es hier stressfreier als in deutschen Einkaufsstraßen (insb. im Vergleich zur Frankfurter My Zeil) zu und alle paar hundert Meter ziehen Entertainer ein großes Publikum an.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Der meiste Schnee ist leider bereit getaut; nur auf den Bäumen blieb noch etwas übrig...

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Der meiste Schnee ist leider bereit getaut; nur auf den Bäumen blieb noch etwas übrig…

Richtig überrascht war ich jedoch vor der Kathedrale! Hier erwartete mich unverhofft ein großer, stimmungsvoller Weihnachtsmarkt. Und erneut kam ich mir wie in einem riesigen Freizeitpark vor! Neben einer Tanzbühne mit vielen Zuschauer, einer Rundfahrt im Trecker und vielen weihnachtlich geschmückten Palmen und amerikanischen Weihnachtsliedern, war ein großes Schneeareal ein besonderes Highlight. Hier tobten sich Familien mit ihren kleinen Kindern bei einer Schneeballschlacht aus, mitten im 26 Grad warmen Guatemala.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Juegos de Nieve. Schneespiele und Schneespaß in Zentralamerika

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Juegos de Nieve. Schneespiele und Schneespaß in Zentralamerika

Auch die künstlichen Tannenbäume wurden liebevoll in weise Schneewatte eingehüllt. Ein paar Meter weiter staunte ich nicht schlecht, als ich die Eisbahn entdeckte. Mitten im Sommer (so fühlt es sich hier jedenfalls an!) zu Weihnachtsmusik mit den halbsogroßen Guatemalanern Schlittschuh zu laufen… das hätte ich heute morgen zumindest noch nicht erwartet! Und der ganze Spaß war sogar kostenlos. Nur eine ordentliche Geduld musste man aufbringen, da das organisatorische Talent eindeutig nicht zu den guatemaltekischen Stärken gehört. Während sich die Einheimischen am Rand der Eisbahn entlang taumelten, war die Eisfläche im Inneren hingegen spiegelglatt und unverbraucht.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Ein Foto mit dem Weihnachtsmann. Während es

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Ein Foto mit dem Weihnachtsmann. Während es „draußen“ 28 Grad heiß ist, trägt der bedachte Baum sogar Schnee…

GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Immerhin die Eisbahn ist recht authentisch und lädt zu einer Runde Schlittschuhlaufen vor der Catedral de Guatemala ein.

GUATEMALA / Guatemala Ciudad – Immerhin die Eisbahn ist recht authentisch und lädt zu einer Runde Schlittschuhlaufen vor der Catedral de Guatemala ein.

Bei dem starken Sonnenschein entstanden jedoch tiefe Pfützen und so wurde es für manchen Ungeübten zu einem sehr feuchten Erlebnis. Abwechslung boten weitere Hüpfburgen, Rodelbahnen und unzählig viele Essensstände. Eine Organisatorin sagte mir, dieses Event wird jedes Jahr ausgerichtet und dauert circa 30 Tage. Ein Spaß für jeden, der in der Vorweihnachtszeit hier zufällig vorbei kommen sollte!

 
1 - EL SALVADOR / San Salvador - Auf dem Weg zum Busterminal am frühen morgen im Stadtviertel San Benito
2 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Ein See inmitten der hügeligen Landschaft nahe der Grenze zu El Salvador
3 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Die farbenfrohen Busse in Guatemala
4 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Mein erster Eindruck auf der Toilette des Busbahnhofs: Selbst die Seife wird hier angekettet
5 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Zwar ist es etwas bewölkt, doch pessimistischerweise gleich so viele Regenschrime aufzuhängen ist eindeutig übertrieben
6 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Da sind sie wieder: Meine Lieblingsverkäufer mit frischem Obst zum Spottpreis.
7 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Die Chips fallen hier etwas größer aus und werden mit Guacamole beschmiert
8 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Die Essensstände reihen sich in den Straßen eng aneinander und laden für 50 Euro-Cent zu einem herzhaften Snack ein
9 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Traditionelle Kleidung ist hier noch sehr verbreitet
10 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - An den Straßenständen ist alles zu haben, was man so für den Alltag braucht...
11 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - In so manchem Kleidungsgeschäft fällt die Suche nach der passenden Größe nicht besonders leicht
12 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad
13 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad
14 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Auch die kleinen sind hier mit Hüten interessant bekleidet.
15 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Obstverkäuferinnen begegnen einem hier an jeder Ecke
16 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Iglesia de San Francisco
17 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Eine Einheimische in traditioneller Kleidung
18 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Iglesia de San Francisco
19 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Zuckerwatteverkäufer sind hier keine Seltenheit
20 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Mario verkauft den Kindern seine ominösen Pillen
21 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Edificio de Correos (Postamt)
22 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Juegos de Nieve. Schneespiele und Schneespa? in Zentralamerika
23 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Eine kleine Schneepiste auf dem Weihnachtsmarkt
24 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Mit dem Trekker über den Weihnachtsmarkt
25 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Eine große Bühne vor der Catedral de Guatemala bietet Gelegenheit zu einem Tänzchen
26 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Eine große Bühne vor der Catedral de Guatemala bietet Gelegenheit zu einem Tänzchen
27 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Der Weihnachtsmarkt gleicht eher einem großen Freizeitpark
28 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Weihnachten in Guatemala. Naja, Winterstiefel sehen anders aus und der Tannenbaum neben der Palme und bei 28 Grad bringt das heimische Weihnachtsgefühl auch nicht näher.
29 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Ein Foto mit dem Weihnachtsmann. Während es "draußen" 28 Grad heiß ist, trägt der bedachte Baum sogar Schnee...
30 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Der meiste Schnee ist leider bereit getaut; nur auf den Bäumen blieb noch etwas übrig...
31 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Auch ohne Schnee lässt es sich hier rodeln.
32 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Immerhin die Eisbahn ist recht authentisch und lädt zu einer Runde Schlittschuhlaufen vor der Catedral de Guatemala ein.
33 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Eisvergnügen im heißen Zentralamerika
34 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Die meisten Eisläufer hangeln sich jedoch bevorzugt an der Bande entlang
35 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Der Nationalpalast
36 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Streetart
37 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Streetart
38 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Hm, die Farbe reichte scheinbar nicht für beide Türen
39 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad
40 - GUATEMALA / Guatemala Ciudad - Streetart

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Tag 74 – Abschied von meiner Gastfamilie in Leon

12. November 2013 | Posted in News, NICARAGUA | By

Nach fünf Wochen in Nicaraguas ehemaliger Hauptstadt Leon wird es Zeit aufzubrechen und etwas Neues kennenzulernen. Der vergangene Wochenendausflug in die ca. 2 Stunden entfernte Stadt Esteli war ein richtiger Genuss. Durch die Höhenlage von 840m ü.M. waren die Temperaturen dort sehr angenehm und erträglich, während Leon wie eine finnische Dampfsauna wirkt. Ein riesen Spaß war es auch, mit Marianella zu tauschen und mich selbst hinters Steuer zu setzen. Statt mit 60kmh herumzutuckern, brachte es der Jepp dann doch noch auf 120kmh und meine Langeweile war verflogen. Aus Marianellas Idee, auf dem Beifahrersitz etwas schlafen zu können, wurde jedoch nichts, denn sie wurde sichtlich nervös und schrie dauernd etwas von Kindern, Kühen, Schlaglöchern, Unfallstatistiken, durchgezogenen Linien, Gegenverkehr und anderen Gefahren.
Auch ihre Schwiegermutter wies mich gelegentlich auf Geschwindigkeitsbegrenzungen hin und dass das nicaraguanische Gesetz und auch für Ausländer gelte. Nach einer Zeit gaben sich meine Mitfahrerinnen jedoch damit ab und ich durfte sie auch auf den weiteren Touren durch die Gegend chauffieren.

Der Ausflug nach Esteli machte mir jedoch bewusst, dass ich schnellstmöglich in eine Stadt mit angenehmeren Klima ziehen sollte. Bevor es jedoch weitergeht, werde ich zunächst die nahegelegenen Vulkane besichtigen. So buchte ich gerade eben einen 2-Tages-Trip für Nicaraguas höchsten Vulkan San Christobal (1745m). Die Empfehlung, mindestens 7 Liter Wasser mitzuschleppen, lässt nicht auf eine entspannte Bergtour hoffen. Auch die Uhrzeiten (morgen geht’s um 6 Uhr los, übermorgen um 4 Uhr nachts) sind nicht gerade zum Ausschlafen gedacht.
Trotzdem freue ich mich schon auf den Ausflug und werde am Freitag gleich die nächste 2-Tages-Tour zum Vulkan Telica (1061m) unternehmen.
Am Sonntag steht dann das Vulcano-Boarding auf dem Vulkan Cerro Negro (728m) an, ehe es am Montag weiter nach Managua – Nicaraguas Hauptstadt – geht.

Zu gern hätte ich zuvor noch zwei gute Freunde aus Wiesbaden im benachbarten Honduras besucht, die im Rahmen einer Kreuzfahrt gerade von Insel zu Insel hopsen. Doch mit deren Reisetempo durch Mexiko, Beliz und Honduras kann ich aktuell leider nicht mithalten, da die Überlandfahrten hier wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Umso mehr freue ich mich über den Besuch eines guten Freundes aus meiner Freiburger Studienzeit. Das gemeinsame Spektakel in Kolumbien/Ecuador mit meinem gestohlenen Reisepass scheint er mittlerweile vergessen zu haben und traut sich ein neues Abenteuer mit Berni in Guatemala zu! 🙂

Grund für mich, spätestens am 27. November in Guatemalas Hauptstadt zu sein. Bei den vielen Warnungen und Berichten über die organisierte Kriminalität und Banden, die sich auf das Ausrauben von Reisebussen spezialisiert haben, hoffe ich, dass mein Gepäck ebenfalls ankommen wird. Andererseits habe ich mein Notebook und meine Kamera in den vergangenen fünf Wochen nicht vermisst und reise daher mittlerweile sehr entspannt 🙂

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Tag 63 – Unser Wohnviertel steht im Rauch

NICARAGUA / LEON - Insektenbekämpfung im gesamten Wohnviertel zur Eindämmung der Dengue-Epedemie

2. November 2013 | Posted in Cities, NICARAGUA | By

NICARAGUA / LEON - Insektenbekämpfung im gesamten Wohnviertel zur Eindämmung der Dengue-Epedemie

NICARAGUA / LEON – Insektenbekämpfung im gesamten Wohnviertel zur Eindämmung der Dengue-Epedemie

Heute war eine super Gelegenheit die Nachbarschaft der gesamten „Zone“ kennenzulernen. Eigentlich wollte ich gemütlich ausschlafen, als Gastmutter Marianella hektisch an meine Tür klopfte, irgendetwas von Fuminar/Rauch und „2 Minutos“ rief und das ich meine Wertsachen packen solle. Draußen vor dem Haus stand auch bereits die gesamte Nachbarschaft mit ihren Wertsachen oder zitternden Haustieren unter dem Arm, während eine Ecke weiter ein paar Jungs mit Insektenvernichtungsspray das gesamte Wohnviertel in eine Rauchwolke einhüllten. Nachdem was ich bislang alles über die Situation und jüngste Geschichte Nicaraguas gehört habe, bezweifle ich, dass das Zeugs gesund für die Anwohner ist, doch die Eindämmung der aktuellen Dengue-Epedemie hat wohl Vorrang. Über die anhaltende Ausbreitung von Dengue in Mittelamerika berichten nicht nur die hiesigen Fernsehsender, sondern mittlerweile bereits deutsche Medien, wie gestern bspw. der Artikel auf Spiegel Online.

NICARAGUA / LEON - Insektenbekämpfung im gesamten Wohnviertel zur Eindämmung der Dengue-Epedemie

NICARAGUA / LEON – Insektenbekämpfung im gesamten Wohnviertel zur Eindämmung der Dengue-Epedemie

In Nicaragua haben sich mit der neuen Dengue-Variante wohl schon über 2000 Personen infiziert und die ersten Todesfälle wurde bereits berichtet. Im benachbarten Honduras haben sich sogar über 15 000 Menschen mit dem durch Mosquitos übertragenen Fieber angesteckt. Da es keine Impfung gegen Dengue gibt, bleibt leider nur die Prävention mittels Mosquito-Spray wie sie mit der heutigen Ausräucherung der Wohnhäuser sogar im großen Stil betrieben wurde. Obwohl ich seit dem Dengue- und Malaria-Risikogebiet Haiti auf lästige Mückensprays verzichtete, kaufte ich mir hier gestern vorsorglich doch eine neue Dose (ist hier mit gerade mal 4 Euro sogar recht billig!). Gemessen an den zahlreichen Mückenstichen, überzeugte mich die Wirkung jedoch nicht. Alternative Produkte gab es leider eh nicht. Daher fragte ich meine Spanischlehrerin neugierig, wie die Nicaraguaner mit Dengue umgehen. Auch für die Einheimischen stellt das klassische Dengue und insb. die aktuelle Dengue-Variante ein Risiko dar.

NICARAGUA / LEON - Die Nachbarschaft

NICARAGUA / LEON – Die Nachbarschaft

Statt Repellents glaubt sie jedoch, dass Mücken auch andere chemische Produkte wie Hautcreme oder Parfüm meiden. Mein Versuch mit Sonnencreme und Repellent beeindruckte die Mosquitos in meinem Haus jedoch scheinbar nicht. Ich bin gespannt, ob die heutige Nebelaktion eine Wirkung hat. In den Räumen riecht man Stunden nach dem Einräuchern immer noch das Insektenmittel. Einige Nachbarn stehen daher immer noch vor ihren Häusern herum. Stinksauer war ich allerdings drei Stunden später, als die Bande mit ihren „Nebelmaschienen“ in meinem Lieblingsrestaurant die Luft verpesteten und sich der Chemiecocktail auf meinem Essen setzte.

Daher kam Rudolphs Einladung gerade passend, gemeinsam einen Abstecher in die Stadt zu unternehmen. Der geschiedene Ehemann meiner Gastmutter besucht hier jedes Wochenende seinen Sohn. Typischerweise gibt es dann auch immer einen gemeinsamen Video-Nachmittag. Die zahlreichen DVD-Straßen-Verkaufsstände bieten dazu für nur 20 Cordoba (60 Euro-Cent) die neusten Kinofilme an. Als mir Rudolph auf der Fahrt zu seinem DVD-Verkäufer erklärte, dass er Jura-Professor für Menschenrechte an der hießigen Universität sei, konnte ich über diese Kombination (Filmpiraterie vs. Jura-Prof) nur schmunzeln. Hier in Nicaragua gibt es eben keine GEMA, GEZ & Co.

NICARAGUA / LEON - Mittagessen in der Markthalle

NICARAGUA / LEON – Mittagessen in der Markthalle

Auf dem Markt fand ich dafür zugleich die Gelegenheit, mein entgangenes Mittagessen nachzuholen, ohne erneut von den Fuzzis mit deren Chemiecocktail aus Insektenvernichtungsmittel gestört zu werden. Wieder zuhause angekommen und den Filmabend mit Spanisch-Untertitel als „Lerneinheit“ verbucht, läuft mittlerweile zum dritten Mal ein Karnevalls-Übungs-Umzug mit viel Trommelwirbel vor der Haustüre vorbei. Langweilig wird es hier nie 😉

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Tag 44 – Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

NICARAGUA / LEON - Ein Siegerfoto mit dem vorheringen Chilli-Rum-Contest-Winner

13. Oktober 2013 | Posted in NICARAGUA | By

Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

Der gestrige Abend Abend im Vulcano Cafe endete sehr feurig!!! Nach dem donnerstäglichen Salsa-Abend im Olle Quemada, dem „le mejor de salsa“ im Via Via am Freitag und Oktoberfest am Samstag, begann der Tag zunächst sehr ruhig. Mit dem „Beach Shuttle“ und weiteren 20 Touristen ging es zu dem etwa 45 Minuten entfernt gelegenen Beach House.

Das LKW-Beach-Shuttle für Touris

Das LKW-Beach-Shuttle für Touris

Dort hatte ich es fast schon bereut, nicht gleich ein paar Dinge mehr zum Übernachten eingepackt zu haben. Eine wirklich sagenhaft eingerichtete Villa mit Hausbar, tollem Pool und gemütlich eingerichteten Chill-out-Areas sorgte für eine prima Stimmung. Selbst die heiße Sonne war hier durch den luftig-angenehmen Wind sehr erträglich. Die starken Wellen sorgten zugleich für riesen Spaß und waren für Surfer sicherlich ein Traum.

Das Beach House mit Pool

Das Beach House mit Pool

Sonnenuntergang am Strand

Sonnenuntergang am Strand

Beim Warten auf die Abfahrt lernte ich zwischenzeitlich Nina kennen und wir stellten nach fast einer halben Stunde fesselndem Gespräch und abenteuerlichen Stories über die bisherigen Urlaubserlebnisse total überrascht fest, dass wir uns das Gespräch in Englisch unnötig schwer machten. Bei anderen deutschen Touristen viel mir deren Herkunft in der Regel schon nach den ersten Worten in Englisch auf. Diesmal waren wir hingegen beide recht überrascht und hätten uns das Englisch sparen zu können 🙂 Nachdem wir von der schweizerischen Freundin des Beach-House-Eigentümers (Sandra) die ersten Nicarinas (der Nicaraguanische Caipirinah) zubereitet bekamen, forderte uns ein kleiner Hund penedrant zum Spielen auf, indem er unnachgiebig eine Plastikkanne vor uns abstellte, immer näher zuschob und in angespannter Haltung darauf wartete, dem Teil nachjagen zu dürfen.

Beach-Doggy der unermüdlich zum Spielen und Werfen der Plastikflasche aufforderte

Beach-Doggy der unermüdlich zum Spielen und Werfen der Plastikflasche aufforderte

Nach über einer Stunde war dann aber auch gut und er fand wohl ein anderes Opfer für sein unermüdliches Spielchen.

Nach Einbruch der Dunkelheit wieder in Leon im Vulcano Cafe angelangt, gesellten sich zwei Kanadierinnen und zwei Amerikaner an unseren Tisch und erzählten von den heute erlebten Hahnenkampf und Chili-Rum-Wettbewerb. Daran sehr interessiert nahm ich die Herausforderung recht unüberlegt und waghalsig an, ebenfalls beim feurigen Rum-Contest mitzumachen. Nicht wissend, dass dieser gleich aus drei und exakt fünf Sekunden auseinanderliegenden Runden besteht, war es zu spät, nochmal darüber nachzudenken.

Chilli-Rum-Wettbewerb

Chilli-Rum-Wettbewerb

Da ich die Tage zuvor beim Mittagessen zunehmend Gefallen an der pikanten Chilisoße fand und die Dosis daher täglich steigerte, stand mir zumindest ein gewisser Wettbewerbsvorteil zu. Letztlich war ich von dem Rum recht enttäuscht. Doch ein Blick in die Gesichter meiner beiden Mitbewerber erzeugte eine gewisse Schadenfreude 🙂 Zumindest die Australierin lachte eine ganze Weile nicht mehr und machte einen recht unglücklichen Eindruck. Als Gewinn erhielten jedoch alle Teilnehmer ein nettes Shirt, über das ich mich bei der anhaltenden Hitze mittlerweile sehr freue!

Das BigFoot-Shirt als Trost/Gewinn für die Teilnahme am Chili-Rum-Wettbewerb

Das BigFoot-Shirt als Trost/Gewinn für die Teilnahme am Chili-Rum-Wettbewerb

So lässt es sich bei dem Saunahaften Klima gut leben...

So lässt es sich bei dem Saunahaften Klima gut leben…

 

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Tag 40 – Spanisch und Salsa-Unterricht in Leon

Spanisch-Unterricht in Leon/Nicaragua

9. Oktober 2013 | Posted in News, NICARAGUA | By

Die gestrige Salsa-Privatstunde hat richtig Spaß gemacht. Zwar kenne ich durch den Frankfurter Ruedakurs und meine gelegentlichen Besuche im Orange Peel bereits einige kubanische Salsa-Figuren, doch das magere Salsa-Cubana-Wissen ist noch stark ausbaufähig. Den langjährig gelernten und sehr liebgewonnenen, geradlinigen New York Style zu vergessen, fällt mir hingegen nicht leicht. Doch meine 18-jährige Salsa-Lehrerin ermahnt mich gnadenlos, wenn ich doch wieder mal versuche, eine „nicht-existierende“ Figur einzubauen. Am Schluss der ersten Salsa-Stunde freute es mich jedoch, von ihr zu einem Extra-Tänzchen im New York Style aufgefordert zu werden.

NICARAGUA/Leon - Salsa Unterricht

NICARAGUA/Leon – Salsa Unterricht

Zum Spanisch-Unterricht wird das in den kommenden Tagen/Wochen der passende Ausgleich sein. Für gerade mal 33$ pro Woche ist sogar die Unterkunft direkt in der Salsa-Schule möglich. Allerdings fühle ich mich in der geselligen Touri-Gegend besser und zentraler aufgehoben und ziehe damit zunächst noch nicht um. Bei der Spanisch-Schule habe ich mich allerdings nach einer Unterkunft bei einer einheimischen Familie erkundigt. Leider sind zur Zeit so kurzfristig keine Plätze frei, doch ich bleibe zumindest auf der Warteliste. Für 50$ pro Woche ist auch das ein tolles Angebot und hilft sicherlich, das gelernte Spanisch täglich zu üben und dabei besser einzuprägen.

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht

NICARAGUA/Leon – Spanisch Unterricht

Die ersten beiden Spanisch-Stunden waren hingegen sehr herausfordernd. Obwohl ich mit dem aktuellen Wissen, kaum komplette Sätze bilden kann, lies meine junge aber sehr professionelle Spanisch-Lehrerin nicht locker, mich mit vielen Fragen zum Gespräch aufzufordern. Danach folgte ein sehr trockener Ausflug in die Grammatik, um im Turbo-Durchlauf das Bilden neun verschiedener Zeitformen kennenzulernen. So schnell lässt sich das leider nicht lernen und erfordert die nächsten Abende sicherlich noch einiges an Fleiß.

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht - Klassenräume

NICARAGUA/Leon – Spanisch Unterricht – Klassenräume

Umso ruhiger wird es damit sicherlich auf meinem Reiseblog werden, auch wenn die Tage in Leon mit dem Spanisch-Stammtisch, einem Oktoberfest, verschiedenen Ausflügen und vielen Bekanntschaften mit anderen Touris weiterhin recht erlebnisreich bleiben werden. Insbesondere begegnen mir hier täglich sehr viele individualreisende Australier. Die meisten Australier, die ich interessiert nach der Dauer und Route ihrer Reise fragte, planen eine mindestens acht- bis zwölfmonatige Tour durch Lateinamerika. So muss es sein!!!

Das kleine Hauskätzchen hat meine Spanisch-Notitzen zum Fressen gern!

Das kleine Hauskätzchen hat meine Spanisch-Notitzen zum Fressen gern!

Und ich stelle erneut fest, dass ich recht spät mit der Umsetzung meiner Reise begonnen habe und bin immer wieder ganz neidisch auf die tollen Erlebnisse, von denen ich dabei erzählt bekomme. Damit würde ich am liebsten selbst wieder loslegen, doch etwas mehr Durchhaltevermögen beim Lernen ist wohl leider erforderlich. Insbesondere nachdem mir das kleine, verspielte Hauskätzchen meine bisherigen Spanisch-Mitschriebe zerfetzte. Das Ärgern der am Boden umherumkriechenden Schildkröte war wohl zu langweilig.

Kätzchen auf der Jagd nach der Hausschildkröte

Kätzchen auf der Jagd nach der Hausschildkröte

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Tag 39 – Nicaragua / Leon

8. Oktober 2013 | Posted in News, NICARAGUA | By

Der gestrige Abend verlief ruhiger als gewollt. So lebhaft die Kleinstadt tagsüber auch ist, abends ist Leon bereits um 20Uhr wie leergefegt. Bis auf das vor jedem zweiten Haus sitzenden Sicherheitspersonal war ich fast die einzige Person auf der Straße. Zwar hatten einige Kneipen und Bars im Zentrum geöffnet, doch maximal zwei bis drei Gäste. Im der Touri-Bar, dem Volcano Cafe, traf ich letztlich eine Gruppe Australier. Das Salsa-Angebot fällt hier leider bescheidener aus als in vielen Städten Deutschlands. Gelegenheit zum Tanzen gibt es hier leider nur donnerstags. Für mich Grund genug, gleich heute ersatzweise die erste Privatstunde zu buchen. Mit 10 US$ ist das so günstig wie zu Studienzeiten bei Anne & Anichi in Freiburg. Sofern es mir gefällt, wird es nicht die letzte Stunde bleiben und der Preis damit sogar auf 7.50 Dollar pro Stunde fallen. Generell ist hier alles sehr billig und preiswert. Ein großes Mittagsessen mit Reis, Gemüse und wahlweise Puten- oder Rindfleisch kostet gerade mal 2,50 Euro. Begeistert war ich zudem, hier wieder die in Kolumbien so lieb gewonnenen, leckeren Frucht- und Milchshakes zu finden. Jedoch war es ein fataler Fehler, gleich einen Euro dafür zu bezahlen, denn kurz darauf hatte ich einen 1,5 Liter Bottich vor mir stehen.
Einige Meter weiter, kam ich zufällig am historischen Revolutions-Museum vorbei. Für 30 C$ (1 Euro) bekam ich nicht nur die Ausstellungsräume zu sehen, sondern zugleich eine Führung über das Wellblechdach mit schönem Ausblick auf den Parque Central de Leon und der angrenzenden Catedral de Leon. Die benachbarte Kathedrale besichtigte ich gleich im Anschluss. Für 50 C$ brachte uns ein junges Mädchen auf das Dach der Kathedrale und kündigte anschließend an, uns in 15 Minuten hier wieder abzuholen – eine seltsame Situation plötzlich auf einem gewölbten Kirchendach herum laufen zu dürfen, ohne Geländer, Absicherung oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen aber dafür einige Stolpersteien. In Nicaragua läuft so etwas eben noch unbürokratisch und einfach ab! Mir sollte es recht sein, den tollen Ausblick auf die Stadt und Vulkane am Horizont genießen zu dürfen. Für weitere 50C$ gab es eine weitere, recht unspektakuläre Führung durch die leeren Kellergewölbe der Kathedrale. Darauf kann man jedoch getrost verzichten ohne etwas zu verpassen.
Auch mit einer Spanisch-Schule wurde ich mittlerweile fündig und werde gleich morgen früh mit dem Unterricht starten, ehe die heiße Mittagssonne das Lernen nur unnötig erschwert. Der erneute Jetlag von zwei Stunden, lässt mich momentan ohnehin bereits um 6 Uhr morgens wach sein und die Zeit damit sinnvoll gestalten.

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Tag 38 – Nicaragua – Der erste Eindruck

NICARAGUA / Anflug - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

7. Oktober 2013 | Posted in NICARAGUA | By

NICARAGUA / LEON

NICARAGUA / LEON

Recht geschmeidig verlief die Einreise in Nicaragua! Das Flugzeug war halbleer, so dass man sich seinen Lieblingsplatz aussuchen konnte, obwohl der Pilot darum bat, seine ausbalancierte Gewichtskalkulation nicht durch eigenmächtiges Umsetzen durcheinander zu bringen. Aber wer wollte, das schon kontrollieren…
Auch am Flughafen verlief alles recht harmonisch und sehr flott. Zum Glück hatte ich jedoch noch ein paar Dollar übrig, den die Einreise sollte mich 10 US$ kosten. Die Horde Taxifahrer hatte ich in den ruhigen USA fast schon vermisst!!! Doch hier am Airport von Managua waren sie nicht mal so penetrant, wie ich es aus anderen Ländern schon kannte, sondern akzeptierten auf Anhieb mein „Ne. Ich nehme den Bus!“. Nur einer warnte mich daraufhin vor den großen Gefahren für Touristen. Naja, damit glaubte ich klar zu kommen und fand gleich gegenüber den passenden Bus für gerade mal 10 Euro-Cent (3 Cordobas). Auch die Nicaraguaner waren sehr freundlich und hilfsbereit und wiesen mich rechtzeitig auf den erforderlichen Umstieg und die Nummer des nächsten Busses hin. So verlief alles reibungslos und mit einem kleinen Fernbus (für ungerade 51 Cordobas bzw 1,53 Euro) erreichte ich 2 Stunden nach dem Touch-Down mein Ziel, die 92 km von der Hauptstadt Managua entfernt gelegene Stadt Leon.

Dort empfing mich sogleich ein Australier, der nun in den „nicaraguanischen Hotelbetrieb“ wechselte und mir eine 6$ günstige Unterkunft anbot. Zum selben Preis hatte ich jedoch bereits ein anderes Angebot mit zahlreichen Empfehlungen und Referenzen angenommen. Ein freundlicher Fahrrad-Taxi-Fahrer brachte mich orientierungslosen Touristen samt nun nur noch 9 Kg schwerem Gepäck für 30 Cordoba (ca. 1 Euro) ins Stadtzentrum. Zwar unterbot ihn sein Konkurrent sogleich mit 33% billigeren 20 Cordoba, doch seine Strampelei waren es mir diese paar Cent mehr ebenfalls wert! Damit erhielt ich auch bereits meine erste Stadttour und die Stadt mit mir einen neuen Fan! Gelangweilt von den überall ähnlich aussehenden Gebäuden in Florida, bietet Leon mit seinen bunten und kreativen aber nicht kitschig oder überzogen wirkenden Häuschen das direkte Gegenteil.

NICARAGUA / Leon - Iglesia la Recoleccion

NICARAGUA / Leon – Iglesia la Recoleccion

Auch an historisch alten und sehr wuchtigen Kirchen mangelt es hier keinesfalls! Kaum bewundert man eine Kirche, so entdeckt man im Hintergrund schon gleich die nächste noch tollere! Im gesamten Stadtviertel trifft man auch immer wieder Marktverkäufer an und kann für 10 Cordoba beherzt ein Tütchen frisch zugeschnittenes Obst abgreifen. Der „Touri-Belästigungsfaktor“ ist hingegen gleich Null! Kein Verkäufer drängt hier ungefragt seine Waren oder auch nur ein Gespräch auf, sondern reagiert erst auf freundliche Anfrage. Das kenne ich aus anderen Ländern anders und freue mich über diese angenehme Zurückhaltung.

NICARAGUA / Leon - XXL-BBQ auf dem Marktplatz

NICARAGUA / Leon – XXL-BBQ auf dem Marktplatz

Vermisst hatte ich auch die Reggaeton-Beats – wie sie hier im Bus, auf der Straße und in vielen Bars üblich sind. Auch die ersten Salsa-Individualunterrichts-Angebote habe ich bereits entdeckt. Doch zuerst werde ich mich wohl der Mission „Spanisch lernen“ widmen! An Aktivitäten wird es hier jedenfalls keineswegs mangeln! Bereits am Flughafen bot eine Touristeninformation ein breites und vielfältiges Angebot an möglichen Unternehmungen an.

Aussicht beim Anflug auf Managua - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

Aussicht beim Anflug auf Managua – Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

Insbesondere das „Volcano Boarding“ werde ich nicht auslassen! Schon beim Anflug hat mich der Vulkan San Christobal fasziniert und ihn mit über 93kmh auf einem Brett hinunterzusausen wird sicherlich ein einmalig tolles Erlebnis… Aber eines nach dem anderen! Nach dem ersten interessanten Stadtrundgang bin ich nun sehr auf das Nachtleben gespannt und werde mir in dieser tollen Stadt mit meinem Besuch viel Zeit lassen und den Aufenthalt wohl auch sehr genießen. Mit der erneuten Zeitverschiebung um 2 Stunden zum Abflugort Florida erhielt ich immerhin schon mal einen verlängerten Tag/Abend als schönes Willkommensgeschenk …

Erste Eindrücke

1 - NICARAGUA / Anflug  2 - NICARAGUA / Anflug - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal  3 - NICARAGUA / Leon - Mit dem Fahrradtaxi durch die Straßen Leons  4 - NICARAGUA / Leon - Frisches Obst für 10 Cordoba (30 Euro-Cent)  5 - NICARAGUA / Leon - Iglesia la Recoleccion  6 - NICARAGUA / Leon  7 - NICARAGUA / Leon - Fussballspiel gegenüber der Universität  8 - NICARAGUA / Leon - Fussballspiel gegenüber der Universität 9 - NICARAGUA / Leon - Catedral de Leon 10 - NICARAGUA / Leon - Catedral de Leon  11 - NICARAGUA / Leon - Leon vor der Catedral de Leon 12 - NICARAGUA / Leon - Colegio Tridentino
13 - NICARAGUA / Leon - Markt  14 - NICARAGUA / Leon - XXL-BBQ auf dem Marktplatz 15 - NICARAGUA / Leon - Obstverkauf
16 - NICARAGUA / Leon - Iglesia el Calvario  17 - NICARAGUA / Leon 18 - NICARAGUA / Leon
19 - NICARAGUA / Leon - Salsa!  20 - NICARAGUA / Leon - Kitchen

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Tag 36 und Tag 37 – Ausflug nach West Palm Beach und Key West

USA / Key West - Der südlichste Punkt der USA

6. Oktober 2013 | Posted in Florida, News, USA | By

Mit dem Pool und dem Strand direkt vor der Haustüre, Fitnessraum und Sauna in der Lobby und Geschäfte und Banken direkt nebenan, ertappte ich mich mittlerweile selbst dabei, recht reisefaul und bequem geworden zu sein. Fast hätte ich sogar die letzten beiden Tagesausflüge nach West Palm Beach und Key West sein gelassen, da es auch in Fort Lauderdale einen langen, tollen Strand, viele Pubs und Bars, zahlreiche ultra-teure und exotische Villen und schöne Wassersträßchen gibt. Wozu also extra an einen anderen Ort fahren, der im Grunde gleichermaßen aussieht und es „Zuhause“ quasi bereits alles hat zum Glücklichsein…?! Und trotzdem bin ich nun sehr froh, mich doch wieder zum Reisen aufgerafft zu haben, den es hat sich gelohnt!!! Mit dem Bus und Tri-Rail-Zug ging es so am Samstag in das 78 km nördlich gelegene West Palm Beach.

Bereits bei der Ankunft in West Palm Beach war dieser reichen Stadt sofort anzumerken, dass sie sich von den bisher besuchten Cities Floridas abhob. Durch das kompakte Stadtzentrum mit vielen kleinen Shops und Bars, gepflasterten und verkehrsarmen Straßen, einen großen Wochenendmarkt und einem Flohmarkt wirkte West Palm Beach sehr europäisch und gemütlich.
Nach einem Spaziergang am langen Ufer und schönem Ausblick auf die Skyline überquerte ich eine Brücke zur vor West Palm Beach liegenden Halbinsel. Am Royal Palm Way reihte sich eine protzige Luxusvilla nach der anderen – alle im Besitz großer und namhafter Banken und Fond-Gesellschaften. Das Anwesen der Deutschen Bank wirkte hingegen der Villen so manch anderer reichen Gesellschaft fast schon ärmlich. Nach einer Stunde Spaziergang wurde der Anblick dieser reichen Villen jedoch zunehmend langweilig und es damit Zeit für einen Mittags-Snack und Besuch des Courthouse Museums zurück ins gemütliche Stadtzentrum zu laufen.

Fahrt zu den Florida Keys

Mit gesamten Gepäck ging es am nächsten morgen früh zur Mietwagenstation am Fort Lauderdaler Flughafen. Für nur 20$ lässt sich hier bereits ein günstiges Auto mieten, sofern man dies früh genug bucht bzw. kostenfrei und unverbindlich unter carrentals.com reserviert. Je nach Mietwagengesellschaft bekommt man für 8$ auch eine Flatrate des sog. Sun Passes zur bequemen Nutzung der gebührenpflichtigen Streckenabschnitten.

7 Mile Bridge nach Key West

7 Mile Bridge nach Key West

Die ca. 300 Kilometer und 4 Stunden lange Strecke zum südlichsten Punkt der USA – nach Key West – führte mit dem  Overseas Highway über 42 Brücken und zahlreiche verschiedene Inseln. Zwar war die Fahrt ganz gemütlich und die Umgebung nett anzusehen, doch besonders faszinierend fand ich die immer gleich gestalteten Brücken und gleich aussehenden Inselchen nicht. Wirklich zusammenreisen musste ich mich, auf den breiten Highway immer schön langsam und mit amerikanischer Gemütlichkeit zu fahren. Bei diesem Schneckentempo von typischerweise 55 bis 65 Mph (max. 110 kmh), oft sogar langzeitig nur 45 mph (70 kmh), hielt mich nur der peppige Radiosender vom Einschlafen ab. Bei einer so gut ausgebauten und relativ verkehrsarmen Strecke, hätte man in Deutschland den reinsten Spaß gehabt! Doch hier geht es leider sogar langsamer zu als in der Schweiz. Immer wieder entdeckt man hingegen Polizeiautos im hohen Gras oder hinter den Büschen versteckt. Ein guter Grund, sich besser dem Tempo anzupassen. Als mich ein Bus bei erlaubten 45 Mph mit 70 Mph überholte, nutzte ich die Gelegenheit, diesem unauffällig zu folgen und ihn als Indikator weiterer Polizeikontrollen zu nutzen.

Key West

Richtig begeistert war ich hingegen von Key West! Zwar wusste ich vorab von den zahlreichen Museen und Sehenswürdigkeiten, doch hätte nicht mit dieser Vielfalt dieser Attraktionen und Schönheit des Ortes gerechnet. Key West deckt dabei ein sehr breites Spektrum ab – von den typischen Sehenswürdigkeiten, wie dem Southernmost Point of USA, den Leuchtturm und das Fort Zachary Taylor locken auch die zahlreichen, lebhaften und touristischen Pubs zu einer Erfrischung ein. Auch Historisches und Kulturelles wie das Ernest Hemingway House, das von Harry S Truman häufig genutzte White Little House und das Mel Fisher Maritime Heritage Society & Museum gibt es hier zu erleben.

Southernmost Point of Continental USA / Only 90 Miles to Cuba

Southernmost Point of Continental USA / Only 90 Miles to Cuba

Teilweise kam ich mir in manchen Bereichen der Stadt jedoch vor, als sei ich plötzlich in einem Abenteuerpark gelandet. Die spielerisch und etwas stadtfremd wirkenden Gebäude-Fassaden sowie die Vielzahl der davor vorbei fahrenden Touri-Züge, wirkten wie ein künstlich erbautes Gebiet im Europapark (Freizeitpark bei Rust/Freiburg).

Freizeitpark-Feeling in Key West

Freizeitpark-Feeling in Key West

Doch nicht weit davon, lies sich in einem Park das fast menschenleere Fort Tylor besichtigen und das Meer am direkt daneben liegenden Strand genießen. Um all die interessanten Angebote Key Wests nutzen zu können, ist ein einzelner Tag schon fast etwas knapp aber gerade so ausreichend. Gegen 16/17 Uhr schließen leider bereits die meisten Museen, Parks und Strände. Für mich ohnehin höchste Zeit, mich auf den Rückweg zu machen, um Jean um 21 Uhr Jean vom Flughafen in Miami abzuholen.

Fort Taylor

Fort Taylor

Die rasante Fahrt zurück erlaubt immerhin noch einen kurzen Abstecher auf der 7-Miles-Bridge, um diese während des Sonnenuntergangs zu erleben. Letztlich ist diese aber auch nicht besonders ungewöhnlich und die Fahrt über die Keys erinnert mich sehr an die Gegend Cayo Coco im nur 145 km entfernten Kuba.
Richtig Spaß an der Rückfahrt machte auch der Besuch der Tankstelle!!! Die Spritpreise sind traumhaft und für diese acht Stunden lange Tour nicht mal eine Tankfüllung erforderlich. Bei gerade mal 3,23 US$ pro Gallone (= 63 Euro-Cent je Liter) hatte ich selten ein solches Vergnügen an einer Tankstelle. Das man dazu jedoch außer einer Kreditkarte (zur Vorab-Hinterlegung!) auch eine amerikanische Postleitzahl an der Zapfsäule eingeben muss, war für mich als Ausländer zunächst ungewohnt und auch problematisch. Trotz zugerufenem ZIP-Code eines anderen „Tankers“ wollte das in Kombi mit meiner Kreditkarte nicht ohne Hilfe des Servicepersonals funktionieren…

Mit Jean wieder in Fort Lauderdale angekommen, blieb bei einem kühlen Bier (der Supermarkt hat sogar sonntags bis 23 Uhr geöffnet!) und warmen „Sommerwind“ Zeit, auf dem Balkon den letzten Abend in Florida zu genießen. Zudem erhielt ich vom Reiseexperten Jean zahlreiche, nützliche Tipps für meinen Nicaragua-Besuch und die Weiterreise in Zentralamerika. Da 40% meines Gepäcks nun in Fort Lauderdale blieb, werde ich hier spätestens in einem Jahr wieder vorbeikommen. Auch die von Jean aus Venezuela mitgebrachte Flasche Rum teile und genieße ich am Ende meiner Reise lieber mit Freunden in Deutschland statt sie in Nicaragua alleine zu trinken…

Back in Fort Lauderdale

Um meine Abreise etwas aufregender zu gestalten, stand Jean heute morgen um 8:30 Uhr gemütlich Frühstück bruzzelnd in der Küche – zu diesem Zeitpunkt, an dem ich ihn bereits an der Uni hätte absetzen, mein Leihwagen zurück am Flughafen und ich beim Checkin hätte sein sollen. Nachdem ich vor zwei Jahren mit ihm bereits 3 Minuten nach Closed Boarding noch das Flugzeug für ein Wochenendausflug erreichte und er letzte Woche in letzter Minute seinen Flug nach Venezuela bekam, war das für mich keine Überraschung mehr. Am Flughafen angekommen, konnte ich mich damit immerhin über zwei leckere Wraps freuen, die letzten Postkarten aus den USA schreiben und nun im Flieger meine Erlebnisse der vergangenen beiden Tage festhalten. Der USA-Aufenthalt fühlte sich eher an wie eine „Pause“ von meiner „Welt-/Amerikareise“ und ich bin gespannt auf den „Wiedereinstieg“ mit meiner Reise in Lateinamerika…

Bildergalerien

  • Key West (97 pictures)
  • West Palm Beach (folgt)
  • Ernest Hemingway Musem (folgt)
  • Lighthouse Musem (folgt)

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Tag 35 – Die letzten Tage in Florida (für 2013)

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

4. Oktober 2013 | Posted in Florida, News, USA | By

Wegen des Government Shutdowns und dem wechselhaftem Wetter verlief meine Reise etwas anders als vorgesehen. Da das Wetter die letzten drei Tage fast stündlich zwischen knallender Sonne und starker Bewölkung und manchmal sogar kurzzeitigem Gewitter hin- und herwechselte, verbrachte ich die Tage bequemerweise in Jeans Appartement in Fort Lauderdale.

USA - Fort Lauderdale - Galt Ocean Drive

USA – Das launische Wetter in Fort Lauderdale änderte sich in den letzten Tagen stündlich von schaurigem Gewitter zu…

USA - Florida - Fort Lauderdale

USA – Florida – Fort Lauderdale:   … bestem Sonnenschein-Wetter

Mit einem Pool und dem Meer direkt vor der Haustüre, lies sich das launische Wetters somit leicht austricksen und nebenbei blieb damit auch Zeit, etwas Spanisch zu lernen und die ersten Postkarten zu schreiben.

Postcards from Fort Lauderdale

Postcards from Fort Lauderdale

Den Everglades Nationalpark werde ich damit vermutlich erst nächstes Jahr besuchen, sofern die USA bis dahin ihr Schuldenproblem wieder in den Griff bekommen hat und sich nicht immer noch von Nothaushalt zu Nothaushalt hangelt.

Nachdem heute hingegen endlich wieder ein durchgängig heißer und sonniger Tag war, hätten mir die unzuverlässigen Busse fast die schöne Bootstour mit der Jungle Queen vermasselt. In letzter Minute erreichte ich nach 5km langer Jogging-Strecke durch die heiße Mittagssonne gerade noch das Schiff und war glücklich, es noch knapp geschafft zu haben.

USA - Fort Lauderdale - Bootstour

USA – Fort Lauderdale – Bootstour

Zwar war der alte Schaufelraddampfer leider in Wartung und wir tuckerten daher nur mit einer kleineren Variante der Jungle Queen durch die vielen Kanäle und Wasserstraßen Fort Lauderdales – doch die dreistündige Fahrt war gleichermaßen toll und entspannend. Mit seinen über 320 Kilometern an Wasserstraßen wird Fort Lauderdale nicht ohne Grund auch das Venedig Amerikas genannt – wenngleich es bei weitem nicht an das historisch schöne Städtchen Italiens herankommt! Mit mehr als 14 Millionen Besucher dieser Tour gehört die Jungel Quenn Riverboat Tour jedoch definitiv zu den Must Haves eines Fort Lauderdale Besuchs. Auf der Fahrt beeindrucken bereits kurz nach dem verlassen des exklusiven Jachthafen die ersten Villen am Uferrand der so genannte Millionaire’s Row, während uns der Tourguide über Lautsprecher die Eigentümer und schwindelerregenden Preise dieser Residenzen nennt.

USA - Fort Lauderdale - Bootstour vorbei an teuren Luxusvillen

USA – Fort Lauderdale – Bootstour vorbei an teuren Luxusvillen

Dass vor jedem dieser exklusiven und schweineteuren Anwesen stets eine millionenschwere Jacht glänzt oder anderweitig gerade von Bediensteten auf Vordermann gebracht wird, überrascht nach einigen Bootskilometern weiter niemanden mehr und erzeugt gelegentlich nur noch ungläubiges Kopfschütteln. Währenddessen nennt uns der Tourguid fast zu jeder Villa interessante Fakten und Hintergründe, u.a. auch über den Drehort des Kino-Films zur Kultserie „Miami Vice“

USA - Skyline von Fort Lauderdale

USA – Skyline von Fort Lauderdale

Nach über einer Stunde Fahrt erreichen wir die Insel Jungle Queen Indian Village, wo neben einigen Snacks ein interessanter kleiner Zoo erwartet. Neben bunten Papageien, anderen exotischen Vögeln und Dilldappen, beeindruckte uns ein lebensmüder Entertainer mit einer gewagten Alligator-Show. Vor diesen scheinbar schwerfälligen und blitzschnellen zuschnappenden Viechern habe ich spätestens seit meinem Kuba-Besuch den größten Respekt und vom meisterhaften Umgang des Animateurs daher ebenso.

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

USA – Fort Lauderdale – Jungle Island – Raus aus dem Wasser mit dem faulen Alligator…!

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

USA – Fort Lauderdale – Jungle Island – Hand im Rachen des Alligators; klappt vermutlich nur auf Grund des überstreckten Halses.

Nach einem Abstecher am Strand wieder zuhause angekommen, steht nun auch mein Plan für die verbleibenden zwei Tage in Florida. Morgen geht es mit dem Tri-Trail-Zug zum West Palm Beach. Für Sonntag früh habe ich mir hingegen ein Auto gemietet und werde die 4-5 stündige Tour zu den Florida Keys und nach Key West unternehmen. Wenn es planmäßig läuft, fahre ich die selbe Strecke abends auch wieder zurück und werde Jean abends am Miami Airport von seiner Venezuela-Reise abholen. Da seine Familie auch in Miami eine Ferienwohnung besitzt, verkürzt das meine Fahrt am Sonntag etwas, ehe ich am Montag früh mein Auto wieder am Flughafen abgeben werde und hoffentlich reibungslos weiter nach Managua/Nicaragua fliegen werde.

Jean’s Empfehlungen zur Key West Tour:

  • Attention with the speed (police loves to stop cars there). It is also the road with the most accidents per mile in the USA. (Cubans drivers….)
  • The keys are pretty, however you don’t need to drive until the last one (Key West). It is not that special… Even more, Key West is a typical cruise ship stop for your future tours…

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