30. Januar 2014 | Posted in:Allgemein

Skimming - Kartenmissbrauch in Kuba/Orlando

Kartenmissbrauch in Kuba/Orlando

Zurück in der Zivilisation (Ecuador) wartete gleich eine Überraschung auf mich: Meine VISA-Karte funktionierte an keinem einzigen Geldautomat mehr. Zuerst sah ich den Fehler bei den Geldautomaten, da auch andere Kunden vergeblich versuchten, an ihr Geld zu kommen. Doch nach dem Ausprobieren fünf weiterer Automaten verschiedenster Geldinstitute, verhieß das nichts Gutes. Nach 30 Tagen ohne Internet in Kuba, überprüfte ich in Ecuador daher sofort mein Kreditkartenkonto und stellte erstaunt fest, dass da jemand fleißig in Orlando auf meine Kosten lebt und täglich über 600$ Bargeld abhebt. Zwei Tage nachdem ich das letzte Mal in Havanna Geld abhob, fing der Spaß an. Zum Glück erst am Ende meiner Offline-Zeit, so dass ich dem gierigem Spaßvogel nun sofort den Geldhahn zudrehen und die missbräuchlichen Umsätze reklamieren konnte. Obwohl ich alle Automaten immer skeptisch in Augenschein nehme, vor der PIN-Eingabe an allen vermeintlich aufgesetzten Teilen herum rüttele und zum Sichtschutz brav die Hand über das Tastenfeld halte, wurde ich nun trotzdem Skimming-Opfer – und das ausgerechnet im technologisch hinterher hinkenden Kuba!

Mit gerade mal 10$ verbleibendem Bargeld aus Kuba und einem gesperrtem Konto sitze ich daher nun in Ecuador – und das wo ich mir bei den Eises-Temperaturen (in Quito im ganzen Jahr nahezu gleichbleibende 13°) gerade einen neuen Wintermantel kaufen wollte. Doch die Serviceangestellte wusste mir immerhin beruhigend mitzuteilen, dass ich auf eine neue Karte nicht innerhalb der nächsten 10 Werktage hoffen muss und der schnelle Service 39 Euronen kosten wird. Das lehnte ich erst einmal dankend ab, da ich so lange vielleicht gar nicht hier bleiben möchte und mir den bürokratischen Aufwand mit der Zustellungsadresse, etc. lieber erspare. Zum Glück gibt’s Alternativen… Die sind zwar nicht unbedingt unkomplizierter, doch nun habe ich Anlass diese auszuprobieren.

Update: Mittlerweile weiß ich, dass meine American Express Karte nur bedingt eine Hilfe ist. 4% und mindestens 5 Euro Gebühren sowie die vorherige Freischaltung der Express Cash Funktion werden fällig. Umso mehr freue ich mich über meine dritte Option – die Postbank Sparcard. 13 mal darf ich mit dieser gratis Bargeld abholen und es funktionierte sogar auf Anhieb. Also holte ich gleich einen fetten Batzen ab, um morgen nicht gleich erneut Geldnöte zu haben. Zuhause angekommen, erzählte mir das Mädel an der Rezeption, dass die vier Reisegäste, mit denen ich heute frühstückte und die an einer organisierten Tour teilnahmen, alle ausgeraubt wurden. Damit bin ich mal gespannt, wie lange mein Bargeldvorrat anhält! Freundlicherweise hatte sie mir bereits eine dicke, fette, rote Linie in der Stadtkarte eingezeichnet, die ich nicht überqueren soll. Hier sei die Kriminalität noch höher und ein Spaziergang nicht empfehlenswert. Ich hoffe, mir deren Verlauf merken zu können und nicht versehentlich den falschen Weg einzuschlagen. Das kann ja abenteuerlich werden…

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