12. November 2013 | Posted in:News, NICARAGUA

Nach fünf Wochen in Nicaraguas ehemaliger Hauptstadt Leon wird es Zeit aufzubrechen und etwas Neues kennenzulernen. Der vergangene Wochenendausflug in die ca. 2 Stunden entfernte Stadt Esteli war ein richtiger Genuss. Durch die Höhenlage von 840m ü.M. waren die Temperaturen dort sehr angenehm und erträglich, während Leon wie eine finnische Dampfsauna wirkt. Ein riesen Spaß war es auch, mit Marianella zu tauschen und mich selbst hinters Steuer zu setzen. Statt mit 60kmh herumzutuckern, brachte es der Jepp dann doch noch auf 120kmh und meine Langeweile war verflogen. Aus Marianellas Idee, auf dem Beifahrersitz etwas schlafen zu können, wurde jedoch nichts, denn sie wurde sichtlich nervös und schrie dauernd etwas von Kindern, Kühen, Schlaglöchern, Unfallstatistiken, durchgezogenen Linien, Gegenverkehr und anderen Gefahren.
Auch ihre Schwiegermutter wies mich gelegentlich auf Geschwindigkeitsbegrenzungen hin und dass das nicaraguanische Gesetz und auch für Ausländer gelte. Nach einer Zeit gaben sich meine Mitfahrerinnen jedoch damit ab und ich durfte sie auch auf den weiteren Touren durch die Gegend chauffieren.

Der Ausflug nach Esteli machte mir jedoch bewusst, dass ich schnellstmöglich in eine Stadt mit angenehmeren Klima ziehen sollte. Bevor es jedoch weitergeht, werde ich zunächst die nahegelegenen Vulkane besichtigen. So buchte ich gerade eben einen 2-Tages-Trip für Nicaraguas höchsten Vulkan San Christobal (1745m). Die Empfehlung, mindestens 7 Liter Wasser mitzuschleppen, lässt nicht auf eine entspannte Bergtour hoffen. Auch die Uhrzeiten (morgen geht’s um 6 Uhr los, übermorgen um 4 Uhr nachts) sind nicht gerade zum Ausschlafen gedacht.
Trotzdem freue ich mich schon auf den Ausflug und werde am Freitag gleich die nächste 2-Tages-Tour zum Vulkan Telica (1061m) unternehmen.
Am Sonntag steht dann das Vulcano-Boarding auf dem Vulkan Cerro Negro (728m) an, ehe es am Montag weiter nach Managua – Nicaraguas Hauptstadt – geht.

Zu gern hätte ich zuvor noch zwei gute Freunde aus Wiesbaden im benachbarten Honduras besucht, die im Rahmen einer Kreuzfahrt gerade von Insel zu Insel hopsen. Doch mit deren Reisetempo durch Mexiko, Beliz und Honduras kann ich aktuell leider nicht mithalten, da die Überlandfahrten hier wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Umso mehr freue ich mich über den Besuch eines guten Freundes aus meiner Freiburger Studienzeit. Das gemeinsame Spektakel in Kolumbien/Ecuador mit meinem gestohlenen Reisepass scheint er mittlerweile vergessen zu haben und traut sich ein neues Abenteuer mit Berni in Guatemala zu! 🙂

Grund für mich, spätestens am 27. November in Guatemalas Hauptstadt zu sein. Bei den vielen Warnungen und Berichten über die organisierte Kriminalität und Banden, die sich auf das Ausrauben von Reisebussen spezialisiert haben, hoffe ich, dass mein Gepäck ebenfalls ankommen wird. Andererseits habe ich mein Notebook und meine Kamera in den vergangenen fünf Wochen nicht vermisst und reise daher mittlerweile sehr entspannt 🙂

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