8. Oktober 2013 | Posted in:News, NICARAGUA

Der gestrige Abend verlief ruhiger als gewollt. So lebhaft die Kleinstadt tagsüber auch ist, abends ist Leon bereits um 20Uhr wie leergefegt. Bis auf das vor jedem zweiten Haus sitzenden Sicherheitspersonal war ich fast die einzige Person auf der Straße. Zwar hatten einige Kneipen und Bars im Zentrum geöffnet, doch maximal zwei bis drei Gäste. Im der Touri-Bar, dem Volcano Cafe, traf ich letztlich eine Gruppe Australier. Das Salsa-Angebot fällt hier leider bescheidener aus als in vielen Städten Deutschlands. Gelegenheit zum Tanzen gibt es hier leider nur donnerstags. Für mich Grund genug, gleich heute ersatzweise die erste Privatstunde zu buchen. Mit 10 US$ ist das so günstig wie zu Studienzeiten bei Anne & Anichi in Freiburg. Sofern es mir gefällt, wird es nicht die letzte Stunde bleiben und der Preis damit sogar auf 7.50 Dollar pro Stunde fallen. Generell ist hier alles sehr billig und preiswert. Ein großes Mittagsessen mit Reis, Gemüse und wahlweise Puten- oder Rindfleisch kostet gerade mal 2,50 Euro. Begeistert war ich zudem, hier wieder die in Kolumbien so lieb gewonnenen, leckeren Frucht- und Milchshakes zu finden. Jedoch war es ein fataler Fehler, gleich einen Euro dafür zu bezahlen, denn kurz darauf hatte ich einen 1,5 Liter Bottich vor mir stehen.
Einige Meter weiter, kam ich zufällig am historischen Revolutions-Museum vorbei. Für 30 C$ (1 Euro) bekam ich nicht nur die Ausstellungsräume zu sehen, sondern zugleich eine Führung über das Wellblechdach mit schönem Ausblick auf den Parque Central de Leon und der angrenzenden Catedral de Leon. Die benachbarte Kathedrale besichtigte ich gleich im Anschluss. Für 50 C$ brachte uns ein junges Mädchen auf das Dach der Kathedrale und kündigte anschließend an, uns in 15 Minuten hier wieder abzuholen – eine seltsame Situation plötzlich auf einem gewölbten Kirchendach herum laufen zu dürfen, ohne Geländer, Absicherung oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen aber dafür einige Stolpersteien. In Nicaragua läuft so etwas eben noch unbürokratisch und einfach ab! Mir sollte es recht sein, den tollen Ausblick auf die Stadt und Vulkane am Horizont genießen zu dürfen. Für weitere 50C$ gab es eine weitere, recht unspektakuläre Führung durch die leeren Kellergewölbe der Kathedrale. Darauf kann man jedoch getrost verzichten ohne etwas zu verpassen.
Auch mit einer Spanisch-Schule wurde ich mittlerweile fündig und werde gleich morgen früh mit dem Unterricht starten, ehe die heiße Mittagssonne das Lernen nur unnötig erschwert. Der erneute Jetlag von zwei Stunden, lässt mich momentan ohnehin bereits um 6 Uhr morgens wach sein und die Zeit damit sinnvoll gestalten.

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