Tag 43 – Heiße Tage und Abende in Leon!

Live Band im Via Via

11. Oktober 2013 | Posted in Allgemein | By

Mittlerweile habe ich in Nicaragua ein straffes Programm! Die Tage beginnen mit zwei Stunden Spanisch-Unterricht, anschließend folgen einige Stunden Selbststudium mit Abstecher auf den nahegelegenen Markt zum Mittagessen, ehe eine Stunde Salsa-Training folgt. Die Salsa-Stunden sind mittlerweile sogar die ideale Ergänzung zum täglichen Sprachunterricht, da mir meine Lehrerin ohne einen Assistenten nichts vortanzen kann, sondern alles verbal und gestikulierend erklären muss. Damit lerne ich sogar ganz nebenbei eine Reihe weiterer Wörter und Ausdrücke. Mit dem Lernen weiche ich jedoch mittlerweile zunehmend auf die Abendstunden aus, da es nachmittags drückend heiß ist und sich eigentlich nur im Pool oder neben einem Ventilator aushalten lässt.

Live Band im Via Via

Live Band im Via Via

Mein erster Eindruck von der verschlafenen Kleinstadt war übrigens zu voreilig! Dummerweise habe ich mittlerweile das Zentrum des Nachtlebens mit vielen rummpelnden Diskotheken aber auch mehreren riesigen Restaurants mit Live-Musik entdeckt! Einige davon direkt im Touristen-Gebiet (wobei es hier nicht zu touristisch ist! Deutsche gibt es hier im Gegenteil zu Costa Rica sogar nur ganz wenige), andere hingegen in einem eher einheimischen Bereich. Mein Einstieg ins nicaraguanische Abendprogramm erfolgte in der Salsa-Bar Olla Quemano (übersetzt: verbrannter Blumentopf). Diese sehr große Lokation bietet jeden Donnerstag reichlich Platz zum Salsa-, Merenge- und Bachata-Tanzen. Um 21 Uhr dort angekommen, sah ich jedoch nur verliebte Pärchen in der Salsa-Bar, so dass ich schon befürchtete, es könne ein langweiliger und einsamer Abend werden. Von der Toilette zurück kommend, saß jedoch plötzlich eine hübsche, blonde Holländerin neben meinem Bier! Es dauert nicht lange, da füllte sich die recht große Bar auch rasch. Zunächst nur mit Einheimischen, später leider auch mit vielen Touristen. Ebenso schnell kam mir meine holländische Tanzpartnerin wieder abhanden, da die ausländischen Frauen bei den nicaraguanischen Salseros heiß begehrt sind. Somit musste ich nun selbst für Ersatz sorgen, was als Europäer angesichts der großen lateinamerikanischen Konkurrenz leider nicht so einfach wie zuhause ist. Auch mit der hohen Männerquote kamen die Damen an diesem Abend wesentlich besser davon. Immer wieder gerne erinnere ich mich da an die Freiburger und Mainzer Zeit zurück, in der man sich als Salsero dank der enormen Frauenquote kaum von Tanzaufforderungen retten konnte und in der Regel den gesamten Abend kein Päuschen gegönnt bekam. Bei der Vielzahl tanzbegeisterter Gäste war es im Olla quemada jedoch glücklicherweise ebenfalls recht leicht, eine Tänzerin zu finden und die Zeit beim Salsa verging damit rasend schnell. Um Mitternacht war jedoch leider bereits Schluss und eine lange Reihe mit Taxifahrern freut sich vor der Bar auf den abendlichen Umsatz.
Durch Leon auf dem Nachhause-Weg spazierend, merkte ich dann auch, dass mein erster Eindruck von der verschlafenen Kleinstadt zu voreilig war! Einige Häuserecken weiter höre ich ordentliches Disko-Gerummpel und folge neugierig dem Lärm. Damit fand ich unverhofft doch noch die bereits nicht existierend geglaubte Partymeile Leons mit mehreren Diskotheken und gut besuchten Bars. Zwar sind die nächsten Tage und Abende bereits ausgebucht, doch in den nächsten Wochen wird sich neben Spanisch-Lernen garantiert noch Gelegenheit dafür finden.
Am vergangenen Freitag hatte ich hingegen regelrecht die Qual der Wahl. Neben einer großen Feier im Vulcano Cafe mit vielen Touristen und einer super Stimmung, lud direkt gegenüber das recht große Restaurant Via Via zu einem Salsa-Abend („Le mejor de Salsa“) ein – mit der Live-Band zog das Via Via sehr viele Besucher an und bot bis Mitternacht eine prima Unterhaltung und Gelegenheit zum Tanzen! Zugleich waren das Dolcespace und die Diskotheken illumo weitere gute Optionen, den Freitag Abend zu verbringen.
Für heute Abend lädt hingegen das Latina Hostal mit viel Werbung zum Oktoberfest ein. Eine schöne Abwechslung nach den ersten Spanisch-Unterrichtsstunden…

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