Tag 44 – Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

NICARAGUA / LEON - Ein Siegerfoto mit dem vorheringen Chilli-Rum-Contest-Winner

13. Oktober 2013 | Posted in NICARAGUA | By

Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

Chili-Shot-Wettbewerb im Vulcano Cafe

Der gestrige Abend Abend im Vulcano Cafe endete sehr feurig!!! Nach dem donnerstäglichen Salsa-Abend im Olle Quemada, dem „le mejor de salsa“ im Via Via am Freitag und Oktoberfest am Samstag, begann der Tag zunächst sehr ruhig. Mit dem „Beach Shuttle“ und weiteren 20 Touristen ging es zu dem etwa 45 Minuten entfernt gelegenen Beach House.

Das LKW-Beach-Shuttle für Touris

Das LKW-Beach-Shuttle für Touris

Dort hatte ich es fast schon bereut, nicht gleich ein paar Dinge mehr zum Übernachten eingepackt zu haben. Eine wirklich sagenhaft eingerichtete Villa mit Hausbar, tollem Pool und gemütlich eingerichteten Chill-out-Areas sorgte für eine prima Stimmung. Selbst die heiße Sonne war hier durch den luftig-angenehmen Wind sehr erträglich. Die starken Wellen sorgten zugleich für riesen Spaß und waren für Surfer sicherlich ein Traum.

Das Beach House mit Pool

Das Beach House mit Pool

Sonnenuntergang am Strand

Sonnenuntergang am Strand

Beim Warten auf die Abfahrt lernte ich zwischenzeitlich Nina kennen und wir stellten nach fast einer halben Stunde fesselndem Gespräch und abenteuerlichen Stories über die bisherigen Urlaubserlebnisse total überrascht fest, dass wir uns das Gespräch in Englisch unnötig schwer machten. Bei anderen deutschen Touristen viel mir deren Herkunft in der Regel schon nach den ersten Worten in Englisch auf. Diesmal waren wir hingegen beide recht überrascht und hätten uns das Englisch sparen zu können 🙂 Nachdem wir von der schweizerischen Freundin des Beach-House-Eigentümers (Sandra) die ersten Nicarinas (der Nicaraguanische Caipirinah) zubereitet bekamen, forderte uns ein kleiner Hund penedrant zum Spielen auf, indem er unnachgiebig eine Plastikkanne vor uns abstellte, immer näher zuschob und in angespannter Haltung darauf wartete, dem Teil nachjagen zu dürfen.

Beach-Doggy der unermüdlich zum Spielen und Werfen der Plastikflasche aufforderte

Beach-Doggy der unermüdlich zum Spielen und Werfen der Plastikflasche aufforderte

Nach über einer Stunde war dann aber auch gut und er fand wohl ein anderes Opfer für sein unermüdliches Spielchen.

Nach Einbruch der Dunkelheit wieder in Leon im Vulcano Cafe angelangt, gesellten sich zwei Kanadierinnen und zwei Amerikaner an unseren Tisch und erzählten von den heute erlebten Hahnenkampf und Chili-Rum-Wettbewerb. Daran sehr interessiert nahm ich die Herausforderung recht unüberlegt und waghalsig an, ebenfalls beim feurigen Rum-Contest mitzumachen. Nicht wissend, dass dieser gleich aus drei und exakt fünf Sekunden auseinanderliegenden Runden besteht, war es zu spät, nochmal darüber nachzudenken.

Chilli-Rum-Wettbewerb

Chilli-Rum-Wettbewerb

Da ich die Tage zuvor beim Mittagessen zunehmend Gefallen an der pikanten Chilisoße fand und die Dosis daher täglich steigerte, stand mir zumindest ein gewisser Wettbewerbsvorteil zu. Letztlich war ich von dem Rum recht enttäuscht. Doch ein Blick in die Gesichter meiner beiden Mitbewerber erzeugte eine gewisse Schadenfreude 🙂 Zumindest die Australierin lachte eine ganze Weile nicht mehr und machte einen recht unglücklichen Eindruck. Als Gewinn erhielten jedoch alle Teilnehmer ein nettes Shirt, über das ich mich bei der anhaltenden Hitze mittlerweile sehr freue!

Das BigFoot-Shirt als Trost/Gewinn für die Teilnahme am Chili-Rum-Wettbewerb

Das BigFoot-Shirt als Trost/Gewinn für die Teilnahme am Chili-Rum-Wettbewerb

So lässt es sich bei dem Saunahaften Klima gut leben...

So lässt es sich bei dem Saunahaften Klima gut leben…

 

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Tag 43 – Heiße Tage und Abende in Leon!

Live Band im Via Via

11. Oktober 2013 | Posted in Allgemein | By

Mittlerweile habe ich in Nicaragua ein straffes Programm! Die Tage beginnen mit zwei Stunden Spanisch-Unterricht, anschließend folgen einige Stunden Selbststudium mit Abstecher auf den nahegelegenen Markt zum Mittagessen, ehe eine Stunde Salsa-Training folgt. Die Salsa-Stunden sind mittlerweile sogar die ideale Ergänzung zum täglichen Sprachunterricht, da mir meine Lehrerin ohne einen Assistenten nichts vortanzen kann, sondern alles verbal und gestikulierend erklären muss. Damit lerne ich sogar ganz nebenbei eine Reihe weiterer Wörter und Ausdrücke. Mit dem Lernen weiche ich jedoch mittlerweile zunehmend auf die Abendstunden aus, da es nachmittags drückend heiß ist und sich eigentlich nur im Pool oder neben einem Ventilator aushalten lässt.

Live Band im Via Via

Live Band im Via Via

Mein erster Eindruck von der verschlafenen Kleinstadt war übrigens zu voreilig! Dummerweise habe ich mittlerweile das Zentrum des Nachtlebens mit vielen rummpelnden Diskotheken aber auch mehreren riesigen Restaurants mit Live-Musik entdeckt! Einige davon direkt im Touristen-Gebiet (wobei es hier nicht zu touristisch ist! Deutsche gibt es hier im Gegenteil zu Costa Rica sogar nur ganz wenige), andere hingegen in einem eher einheimischen Bereich. Mein Einstieg ins nicaraguanische Abendprogramm erfolgte in der Salsa-Bar Olla Quemano (übersetzt: verbrannter Blumentopf). Diese sehr große Lokation bietet jeden Donnerstag reichlich Platz zum Salsa-, Merenge- und Bachata-Tanzen. Um 21 Uhr dort angekommen, sah ich jedoch nur verliebte Pärchen in der Salsa-Bar, so dass ich schon befürchtete, es könne ein langweiliger und einsamer Abend werden. Von der Toilette zurück kommend, saß jedoch plötzlich eine hübsche, blonde Holländerin neben meinem Bier! Es dauert nicht lange, da füllte sich die recht große Bar auch rasch. Zunächst nur mit Einheimischen, später leider auch mit vielen Touristen. Ebenso schnell kam mir meine holländische Tanzpartnerin wieder abhanden, da die ausländischen Frauen bei den nicaraguanischen Salseros heiß begehrt sind. Somit musste ich nun selbst für Ersatz sorgen, was als Europäer angesichts der großen lateinamerikanischen Konkurrenz leider nicht so einfach wie zuhause ist. Auch mit der hohen Männerquote kamen die Damen an diesem Abend wesentlich besser davon. Immer wieder gerne erinnere ich mich da an die Freiburger und Mainzer Zeit zurück, in der man sich als Salsero dank der enormen Frauenquote kaum von Tanzaufforderungen retten konnte und in der Regel den gesamten Abend kein Päuschen gegönnt bekam. Bei der Vielzahl tanzbegeisterter Gäste war es im Olla quemada jedoch glücklicherweise ebenfalls recht leicht, eine Tänzerin zu finden und die Zeit beim Salsa verging damit rasend schnell. Um Mitternacht war jedoch leider bereits Schluss und eine lange Reihe mit Taxifahrern freut sich vor der Bar auf den abendlichen Umsatz.
Durch Leon auf dem Nachhause-Weg spazierend, merkte ich dann auch, dass mein erster Eindruck von der verschlafenen Kleinstadt zu voreilig war! Einige Häuserecken weiter höre ich ordentliches Disko-Gerummpel und folge neugierig dem Lärm. Damit fand ich unverhofft doch noch die bereits nicht existierend geglaubte Partymeile Leons mit mehreren Diskotheken und gut besuchten Bars. Zwar sind die nächsten Tage und Abende bereits ausgebucht, doch in den nächsten Wochen wird sich neben Spanisch-Lernen garantiert noch Gelegenheit dafür finden.
Am vergangenen Freitag hatte ich hingegen regelrecht die Qual der Wahl. Neben einer großen Feier im Vulcano Cafe mit vielen Touristen und einer super Stimmung, lud direkt gegenüber das recht große Restaurant Via Via zu einem Salsa-Abend („Le mejor de Salsa“) ein – mit der Live-Band zog das Via Via sehr viele Besucher an und bot bis Mitternacht eine prima Unterhaltung und Gelegenheit zum Tanzen! Zugleich waren das Dolcespace und die Diskotheken illumo weitere gute Optionen, den Freitag Abend zu verbringen.
Für heute Abend lädt hingegen das Latina Hostal mit viel Werbung zum Oktoberfest ein. Eine schöne Abwechslung nach den ersten Spanisch-Unterrichtsstunden…

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Empfehlung! Spanisch lernen in Leon/Nicaragua

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht - Klassenräume

10. Oktober 2013 | Posted in Recommendation | By

Jean-Martins Empfehlung, mit dem Sprachunterricht in Nicaragua zu beginnen, war Gold wert! Leon (Nicaragua) ist der perfekte Ort, um gemütlich und preiswert Spanisch und Salsa zu lernen. Nachdem ich mich vor Ort bei einigen Spanisch-Schulen erkundigte, entschied ich mich letztlich für die La Isla Foundation, eine NGO, die unter anderem auch Spanisch-, Portugisisch-, Englisch-, Salsa-, Bachata-, Zumba- und Yogaunterricht gibt oder vermittelt. Mit einem großen Repertoire an jungen, ambitionierten Lehrerinnen und Lehrer lassen sich die Unterrichtsstunden hier ganz flexibel und spontan buchen. Für 6 US$ für eine Privatstunde Spanisch oder 30 US$ für 4h Salsa ist das ein super und sehr lohnendes Angebot. Auch die Unterbringung in einer Familie ist bei rechtzeitiger Anfrage für 50 US$ je Woche (7 Tage) möglich. Die Foundation vermittelt auch Schlafplätze in den Wohnräumen der Salsaschule für 33 US$ je Woche (7 Tage). Andernfalls gibt es in Leon eine Vielzahl Hotels und Hostals, die Mehrbettzimmer für 6 bis 8 US$ und private Zimmer für 10 bis 25 US$ anbieten und trotz kleinem Preis in einem top-gepflegtem Zustand (Dienstleistung ist in Nicaragua billig) sind. Im Vergleich zu den im Internet häufig zu findenden Pauschalangeboten mit Preisen von mehreren hundert Euro, kommt man mit der individuellen Tour damit viel günstiger davon und ist zudem noch wesentlich flexibler. Die Lehrer/innen sind alle sehr professionel und unterrichten in der Regel hauptberuflich und „mit System“. Um mir einen Überblick zu verschaffen, entschied ich mich dazu, jeden Tag zwei Stunden mit einer/m anderen Lehrer/in zu üben, was problemlos möglich ist. Selbst wenn mal etwas dazwischen kommt, ist durch die Vielzahl der Lehrer/innen recht schnell ein Wechsel möglich. Da die La Isla Foundation zugleich viele gemeinnützige Projekte betreibt, treiben sich in der „Schule“ auch sehr viele ehrenamtliche Helfer aus aller Welt herum und organisieren unter anderem auch immer wieder Events wie ein Oktoberfest, Halloweenabend, einen Poolday, eine Scary Movie Night oder anderes. Ein großes Regal an Spanisch-Lehrbüchern lädt andernfalls auch zum Selbststudium in einer der zahlreichen Hängematten am Pool der Schule ein. Das kann allerdings beim Lernen auch ganz schön demotivierend sein, wenn man die anderen Gäste gemütlich im Pool planschen oder in den Hängematte räkeln sieht 😉 Für eine Abkühlung bei der drückenden Nachmittagshitze ist der Pool jedoch genau das richtige und belebt, um sich wieder erfrischt ans Spanisch-Lernen zu setzen.

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht

NICARAGUA/Leon – Spanisch Unterricht

Selbstverständlich gibt es zahlreiche weitere Gelegenheiten, in Leon Spanisch zu lernen. U.a. gibt es folgende Anbieter, die gleich ein Block weiter anzutreffen sind:

 

Kontaktmöglichkeit

Zwar ist bei der enormen Flexibilität der Spanisch-Schule nicht erforderlich, sich vorab festzulegen, doch wer sich zwecks Sprachurlaub gerne informieren möchte, kann dies bspw. über die Adresse www.laislafoundation.org oder per Mail an Nazarena (naza@laislafoundation.org). Naza, die Direktorin der Schule, ist super freundlich und besuchte bereits einige europäische Länder, womit sie u.a. sogar sehr gut deutsch spricht.

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Tag 40 – Spanisch und Salsa-Unterricht in Leon

Spanisch-Unterricht in Leon/Nicaragua

9. Oktober 2013 | Posted in News, NICARAGUA | By

Die gestrige Salsa-Privatstunde hat richtig Spaß gemacht. Zwar kenne ich durch den Frankfurter Ruedakurs und meine gelegentlichen Besuche im Orange Peel bereits einige kubanische Salsa-Figuren, doch das magere Salsa-Cubana-Wissen ist noch stark ausbaufähig. Den langjährig gelernten und sehr liebgewonnenen, geradlinigen New York Style zu vergessen, fällt mir hingegen nicht leicht. Doch meine 18-jährige Salsa-Lehrerin ermahnt mich gnadenlos, wenn ich doch wieder mal versuche, eine „nicht-existierende“ Figur einzubauen. Am Schluss der ersten Salsa-Stunde freute es mich jedoch, von ihr zu einem Extra-Tänzchen im New York Style aufgefordert zu werden.

NICARAGUA/Leon - Salsa Unterricht

NICARAGUA/Leon – Salsa Unterricht

Zum Spanisch-Unterricht wird das in den kommenden Tagen/Wochen der passende Ausgleich sein. Für gerade mal 33$ pro Woche ist sogar die Unterkunft direkt in der Salsa-Schule möglich. Allerdings fühle ich mich in der geselligen Touri-Gegend besser und zentraler aufgehoben und ziehe damit zunächst noch nicht um. Bei der Spanisch-Schule habe ich mich allerdings nach einer Unterkunft bei einer einheimischen Familie erkundigt. Leider sind zur Zeit so kurzfristig keine Plätze frei, doch ich bleibe zumindest auf der Warteliste. Für 50$ pro Woche ist auch das ein tolles Angebot und hilft sicherlich, das gelernte Spanisch täglich zu üben und dabei besser einzuprägen.

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht

NICARAGUA/Leon – Spanisch Unterricht

Die ersten beiden Spanisch-Stunden waren hingegen sehr herausfordernd. Obwohl ich mit dem aktuellen Wissen, kaum komplette Sätze bilden kann, lies meine junge aber sehr professionelle Spanisch-Lehrerin nicht locker, mich mit vielen Fragen zum Gespräch aufzufordern. Danach folgte ein sehr trockener Ausflug in die Grammatik, um im Turbo-Durchlauf das Bilden neun verschiedener Zeitformen kennenzulernen. So schnell lässt sich das leider nicht lernen und erfordert die nächsten Abende sicherlich noch einiges an Fleiß.

NICARAGUA/Leon - Spanisch Unterricht - Klassenräume

NICARAGUA/Leon – Spanisch Unterricht – Klassenräume

Umso ruhiger wird es damit sicherlich auf meinem Reiseblog werden, auch wenn die Tage in Leon mit dem Spanisch-Stammtisch, einem Oktoberfest, verschiedenen Ausflügen und vielen Bekanntschaften mit anderen Touris weiterhin recht erlebnisreich bleiben werden. Insbesondere begegnen mir hier täglich sehr viele individualreisende Australier. Die meisten Australier, die ich interessiert nach der Dauer und Route ihrer Reise fragte, planen eine mindestens acht- bis zwölfmonatige Tour durch Lateinamerika. So muss es sein!!!

Das kleine Hauskätzchen hat meine Spanisch-Notitzen zum Fressen gern!

Das kleine Hauskätzchen hat meine Spanisch-Notitzen zum Fressen gern!

Und ich stelle erneut fest, dass ich recht spät mit der Umsetzung meiner Reise begonnen habe und bin immer wieder ganz neidisch auf die tollen Erlebnisse, von denen ich dabei erzählt bekomme. Damit würde ich am liebsten selbst wieder loslegen, doch etwas mehr Durchhaltevermögen beim Lernen ist wohl leider erforderlich. Insbesondere nachdem mir das kleine, verspielte Hauskätzchen meine bisherigen Spanisch-Mitschriebe zerfetzte. Das Ärgern der am Boden umherumkriechenden Schildkröte war wohl zu langweilig.

Kätzchen auf der Jagd nach der Hausschildkröte

Kätzchen auf der Jagd nach der Hausschildkröte

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Tag 39 – Nicaragua / Leon

8. Oktober 2013 | Posted in News, NICARAGUA | By

Der gestrige Abend verlief ruhiger als gewollt. So lebhaft die Kleinstadt tagsüber auch ist, abends ist Leon bereits um 20Uhr wie leergefegt. Bis auf das vor jedem zweiten Haus sitzenden Sicherheitspersonal war ich fast die einzige Person auf der Straße. Zwar hatten einige Kneipen und Bars im Zentrum geöffnet, doch maximal zwei bis drei Gäste. Im der Touri-Bar, dem Volcano Cafe, traf ich letztlich eine Gruppe Australier. Das Salsa-Angebot fällt hier leider bescheidener aus als in vielen Städten Deutschlands. Gelegenheit zum Tanzen gibt es hier leider nur donnerstags. Für mich Grund genug, gleich heute ersatzweise die erste Privatstunde zu buchen. Mit 10 US$ ist das so günstig wie zu Studienzeiten bei Anne & Anichi in Freiburg. Sofern es mir gefällt, wird es nicht die letzte Stunde bleiben und der Preis damit sogar auf 7.50 Dollar pro Stunde fallen. Generell ist hier alles sehr billig und preiswert. Ein großes Mittagsessen mit Reis, Gemüse und wahlweise Puten- oder Rindfleisch kostet gerade mal 2,50 Euro. Begeistert war ich zudem, hier wieder die in Kolumbien so lieb gewonnenen, leckeren Frucht- und Milchshakes zu finden. Jedoch war es ein fataler Fehler, gleich einen Euro dafür zu bezahlen, denn kurz darauf hatte ich einen 1,5 Liter Bottich vor mir stehen.
Einige Meter weiter, kam ich zufällig am historischen Revolutions-Museum vorbei. Für 30 C$ (1 Euro) bekam ich nicht nur die Ausstellungsräume zu sehen, sondern zugleich eine Führung über das Wellblechdach mit schönem Ausblick auf den Parque Central de Leon und der angrenzenden Catedral de Leon. Die benachbarte Kathedrale besichtigte ich gleich im Anschluss. Für 50 C$ brachte uns ein junges Mädchen auf das Dach der Kathedrale und kündigte anschließend an, uns in 15 Minuten hier wieder abzuholen – eine seltsame Situation plötzlich auf einem gewölbten Kirchendach herum laufen zu dürfen, ohne Geländer, Absicherung oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen aber dafür einige Stolpersteien. In Nicaragua läuft so etwas eben noch unbürokratisch und einfach ab! Mir sollte es recht sein, den tollen Ausblick auf die Stadt und Vulkane am Horizont genießen zu dürfen. Für weitere 50C$ gab es eine weitere, recht unspektakuläre Führung durch die leeren Kellergewölbe der Kathedrale. Darauf kann man jedoch getrost verzichten ohne etwas zu verpassen.
Auch mit einer Spanisch-Schule wurde ich mittlerweile fündig und werde gleich morgen früh mit dem Unterricht starten, ehe die heiße Mittagssonne das Lernen nur unnötig erschwert. Der erneute Jetlag von zwei Stunden, lässt mich momentan ohnehin bereits um 6 Uhr morgens wach sein und die Zeit damit sinnvoll gestalten.

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Tag 38 – Nicaragua – Der erste Eindruck

NICARAGUA / Anflug - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

7. Oktober 2013 | Posted in NICARAGUA | By

NICARAGUA / LEON

NICARAGUA / LEON

Recht geschmeidig verlief die Einreise in Nicaragua! Das Flugzeug war halbleer, so dass man sich seinen Lieblingsplatz aussuchen konnte, obwohl der Pilot darum bat, seine ausbalancierte Gewichtskalkulation nicht durch eigenmächtiges Umsetzen durcheinander zu bringen. Aber wer wollte, das schon kontrollieren…
Auch am Flughafen verlief alles recht harmonisch und sehr flott. Zum Glück hatte ich jedoch noch ein paar Dollar übrig, den die Einreise sollte mich 10 US$ kosten. Die Horde Taxifahrer hatte ich in den ruhigen USA fast schon vermisst!!! Doch hier am Airport von Managua waren sie nicht mal so penetrant, wie ich es aus anderen Ländern schon kannte, sondern akzeptierten auf Anhieb mein „Ne. Ich nehme den Bus!“. Nur einer warnte mich daraufhin vor den großen Gefahren für Touristen. Naja, damit glaubte ich klar zu kommen und fand gleich gegenüber den passenden Bus für gerade mal 10 Euro-Cent (3 Cordobas). Auch die Nicaraguaner waren sehr freundlich und hilfsbereit und wiesen mich rechtzeitig auf den erforderlichen Umstieg und die Nummer des nächsten Busses hin. So verlief alles reibungslos und mit einem kleinen Fernbus (für ungerade 51 Cordobas bzw 1,53 Euro) erreichte ich 2 Stunden nach dem Touch-Down mein Ziel, die 92 km von der Hauptstadt Managua entfernt gelegene Stadt Leon.

Dort empfing mich sogleich ein Australier, der nun in den „nicaraguanischen Hotelbetrieb“ wechselte und mir eine 6$ günstige Unterkunft anbot. Zum selben Preis hatte ich jedoch bereits ein anderes Angebot mit zahlreichen Empfehlungen und Referenzen angenommen. Ein freundlicher Fahrrad-Taxi-Fahrer brachte mich orientierungslosen Touristen samt nun nur noch 9 Kg schwerem Gepäck für 30 Cordoba (ca. 1 Euro) ins Stadtzentrum. Zwar unterbot ihn sein Konkurrent sogleich mit 33% billigeren 20 Cordoba, doch seine Strampelei waren es mir diese paar Cent mehr ebenfalls wert! Damit erhielt ich auch bereits meine erste Stadttour und die Stadt mit mir einen neuen Fan! Gelangweilt von den überall ähnlich aussehenden Gebäuden in Florida, bietet Leon mit seinen bunten und kreativen aber nicht kitschig oder überzogen wirkenden Häuschen das direkte Gegenteil.

NICARAGUA / Leon - Iglesia la Recoleccion

NICARAGUA / Leon – Iglesia la Recoleccion

Auch an historisch alten und sehr wuchtigen Kirchen mangelt es hier keinesfalls! Kaum bewundert man eine Kirche, so entdeckt man im Hintergrund schon gleich die nächste noch tollere! Im gesamten Stadtviertel trifft man auch immer wieder Marktverkäufer an und kann für 10 Cordoba beherzt ein Tütchen frisch zugeschnittenes Obst abgreifen. Der „Touri-Belästigungsfaktor“ ist hingegen gleich Null! Kein Verkäufer drängt hier ungefragt seine Waren oder auch nur ein Gespräch auf, sondern reagiert erst auf freundliche Anfrage. Das kenne ich aus anderen Ländern anders und freue mich über diese angenehme Zurückhaltung.

NICARAGUA / Leon - XXL-BBQ auf dem Marktplatz

NICARAGUA / Leon – XXL-BBQ auf dem Marktplatz

Vermisst hatte ich auch die Reggaeton-Beats – wie sie hier im Bus, auf der Straße und in vielen Bars üblich sind. Auch die ersten Salsa-Individualunterrichts-Angebote habe ich bereits entdeckt. Doch zuerst werde ich mich wohl der Mission „Spanisch lernen“ widmen! An Aktivitäten wird es hier jedenfalls keineswegs mangeln! Bereits am Flughafen bot eine Touristeninformation ein breites und vielfältiges Angebot an möglichen Unternehmungen an.

Aussicht beim Anflug auf Managua - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

Aussicht beim Anflug auf Managua – Im Hintergrund der Vulkan San Christobal

Insbesondere das „Volcano Boarding“ werde ich nicht auslassen! Schon beim Anflug hat mich der Vulkan San Christobal fasziniert und ihn mit über 93kmh auf einem Brett hinunterzusausen wird sicherlich ein einmalig tolles Erlebnis… Aber eines nach dem anderen! Nach dem ersten interessanten Stadtrundgang bin ich nun sehr auf das Nachtleben gespannt und werde mir in dieser tollen Stadt mit meinem Besuch viel Zeit lassen und den Aufenthalt wohl auch sehr genießen. Mit der erneuten Zeitverschiebung um 2 Stunden zum Abflugort Florida erhielt ich immerhin schon mal einen verlängerten Tag/Abend als schönes Willkommensgeschenk …

Erste Eindrücke

1 - NICARAGUA / Anflug  2 - NICARAGUA / Anflug - Im Hintergrund der Vulkan San Christobal  3 - NICARAGUA / Leon - Mit dem Fahrradtaxi durch die Straßen Leons  4 - NICARAGUA / Leon - Frisches Obst für 10 Cordoba (30 Euro-Cent)  5 - NICARAGUA / Leon - Iglesia la Recoleccion  6 - NICARAGUA / Leon  7 - NICARAGUA / Leon - Fussballspiel gegenüber der Universität  8 - NICARAGUA / Leon - Fussballspiel gegenüber der Universität 9 - NICARAGUA / Leon - Catedral de Leon 10 - NICARAGUA / Leon - Catedral de Leon  11 - NICARAGUA / Leon - Leon vor der Catedral de Leon 12 - NICARAGUA / Leon - Colegio Tridentino
13 - NICARAGUA / Leon - Markt  14 - NICARAGUA / Leon - XXL-BBQ auf dem Marktplatz 15 - NICARAGUA / Leon - Obstverkauf
16 - NICARAGUA / Leon - Iglesia el Calvario  17 - NICARAGUA / Leon 18 - NICARAGUA / Leon
19 - NICARAGUA / Leon - Salsa!  20 - NICARAGUA / Leon - Kitchen

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Tag 36 und Tag 37 – Ausflug nach West Palm Beach und Key West

USA / Key West - Der südlichste Punkt der USA

6. Oktober 2013 | Posted in Florida, News, USA | By

Mit dem Pool und dem Strand direkt vor der Haustüre, Fitnessraum und Sauna in der Lobby und Geschäfte und Banken direkt nebenan, ertappte ich mich mittlerweile selbst dabei, recht reisefaul und bequem geworden zu sein. Fast hätte ich sogar die letzten beiden Tagesausflüge nach West Palm Beach und Key West sein gelassen, da es auch in Fort Lauderdale einen langen, tollen Strand, viele Pubs und Bars, zahlreiche ultra-teure und exotische Villen und schöne Wassersträßchen gibt. Wozu also extra an einen anderen Ort fahren, der im Grunde gleichermaßen aussieht und es „Zuhause“ quasi bereits alles hat zum Glücklichsein…?! Und trotzdem bin ich nun sehr froh, mich doch wieder zum Reisen aufgerafft zu haben, den es hat sich gelohnt!!! Mit dem Bus und Tri-Rail-Zug ging es so am Samstag in das 78 km nördlich gelegene West Palm Beach.

Bereits bei der Ankunft in West Palm Beach war dieser reichen Stadt sofort anzumerken, dass sie sich von den bisher besuchten Cities Floridas abhob. Durch das kompakte Stadtzentrum mit vielen kleinen Shops und Bars, gepflasterten und verkehrsarmen Straßen, einen großen Wochenendmarkt und einem Flohmarkt wirkte West Palm Beach sehr europäisch und gemütlich.
Nach einem Spaziergang am langen Ufer und schönem Ausblick auf die Skyline überquerte ich eine Brücke zur vor West Palm Beach liegenden Halbinsel. Am Royal Palm Way reihte sich eine protzige Luxusvilla nach der anderen – alle im Besitz großer und namhafter Banken und Fond-Gesellschaften. Das Anwesen der Deutschen Bank wirkte hingegen der Villen so manch anderer reichen Gesellschaft fast schon ärmlich. Nach einer Stunde Spaziergang wurde der Anblick dieser reichen Villen jedoch zunehmend langweilig und es damit Zeit für einen Mittags-Snack und Besuch des Courthouse Museums zurück ins gemütliche Stadtzentrum zu laufen.

Fahrt zu den Florida Keys

Mit gesamten Gepäck ging es am nächsten morgen früh zur Mietwagenstation am Fort Lauderdaler Flughafen. Für nur 20$ lässt sich hier bereits ein günstiges Auto mieten, sofern man dies früh genug bucht bzw. kostenfrei und unverbindlich unter carrentals.com reserviert. Je nach Mietwagengesellschaft bekommt man für 8$ auch eine Flatrate des sog. Sun Passes zur bequemen Nutzung der gebührenpflichtigen Streckenabschnitten.

7 Mile Bridge nach Key West

7 Mile Bridge nach Key West

Die ca. 300 Kilometer und 4 Stunden lange Strecke zum südlichsten Punkt der USA – nach Key West – führte mit dem  Overseas Highway über 42 Brücken und zahlreiche verschiedene Inseln. Zwar war die Fahrt ganz gemütlich und die Umgebung nett anzusehen, doch besonders faszinierend fand ich die immer gleich gestalteten Brücken und gleich aussehenden Inselchen nicht. Wirklich zusammenreisen musste ich mich, auf den breiten Highway immer schön langsam und mit amerikanischer Gemütlichkeit zu fahren. Bei diesem Schneckentempo von typischerweise 55 bis 65 Mph (max. 110 kmh), oft sogar langzeitig nur 45 mph (70 kmh), hielt mich nur der peppige Radiosender vom Einschlafen ab. Bei einer so gut ausgebauten und relativ verkehrsarmen Strecke, hätte man in Deutschland den reinsten Spaß gehabt! Doch hier geht es leider sogar langsamer zu als in der Schweiz. Immer wieder entdeckt man hingegen Polizeiautos im hohen Gras oder hinter den Büschen versteckt. Ein guter Grund, sich besser dem Tempo anzupassen. Als mich ein Bus bei erlaubten 45 Mph mit 70 Mph überholte, nutzte ich die Gelegenheit, diesem unauffällig zu folgen und ihn als Indikator weiterer Polizeikontrollen zu nutzen.

Key West

Richtig begeistert war ich hingegen von Key West! Zwar wusste ich vorab von den zahlreichen Museen und Sehenswürdigkeiten, doch hätte nicht mit dieser Vielfalt dieser Attraktionen und Schönheit des Ortes gerechnet. Key West deckt dabei ein sehr breites Spektrum ab – von den typischen Sehenswürdigkeiten, wie dem Southernmost Point of USA, den Leuchtturm und das Fort Zachary Taylor locken auch die zahlreichen, lebhaften und touristischen Pubs zu einer Erfrischung ein. Auch Historisches und Kulturelles wie das Ernest Hemingway House, das von Harry S Truman häufig genutzte White Little House und das Mel Fisher Maritime Heritage Society & Museum gibt es hier zu erleben.

Southernmost Point of Continental USA / Only 90 Miles to Cuba

Southernmost Point of Continental USA / Only 90 Miles to Cuba

Teilweise kam ich mir in manchen Bereichen der Stadt jedoch vor, als sei ich plötzlich in einem Abenteuerpark gelandet. Die spielerisch und etwas stadtfremd wirkenden Gebäude-Fassaden sowie die Vielzahl der davor vorbei fahrenden Touri-Züge, wirkten wie ein künstlich erbautes Gebiet im Europapark (Freizeitpark bei Rust/Freiburg).

Freizeitpark-Feeling in Key West

Freizeitpark-Feeling in Key West

Doch nicht weit davon, lies sich in einem Park das fast menschenleere Fort Tylor besichtigen und das Meer am direkt daneben liegenden Strand genießen. Um all die interessanten Angebote Key Wests nutzen zu können, ist ein einzelner Tag schon fast etwas knapp aber gerade so ausreichend. Gegen 16/17 Uhr schließen leider bereits die meisten Museen, Parks und Strände. Für mich ohnehin höchste Zeit, mich auf den Rückweg zu machen, um Jean um 21 Uhr Jean vom Flughafen in Miami abzuholen.

Fort Taylor

Fort Taylor

Die rasante Fahrt zurück erlaubt immerhin noch einen kurzen Abstecher auf der 7-Miles-Bridge, um diese während des Sonnenuntergangs zu erleben. Letztlich ist diese aber auch nicht besonders ungewöhnlich und die Fahrt über die Keys erinnert mich sehr an die Gegend Cayo Coco im nur 145 km entfernten Kuba.
Richtig Spaß an der Rückfahrt machte auch der Besuch der Tankstelle!!! Die Spritpreise sind traumhaft und für diese acht Stunden lange Tour nicht mal eine Tankfüllung erforderlich. Bei gerade mal 3,23 US$ pro Gallone (= 63 Euro-Cent je Liter) hatte ich selten ein solches Vergnügen an einer Tankstelle. Das man dazu jedoch außer einer Kreditkarte (zur Vorab-Hinterlegung!) auch eine amerikanische Postleitzahl an der Zapfsäule eingeben muss, war für mich als Ausländer zunächst ungewohnt und auch problematisch. Trotz zugerufenem ZIP-Code eines anderen „Tankers“ wollte das in Kombi mit meiner Kreditkarte nicht ohne Hilfe des Servicepersonals funktionieren…

Mit Jean wieder in Fort Lauderdale angekommen, blieb bei einem kühlen Bier (der Supermarkt hat sogar sonntags bis 23 Uhr geöffnet!) und warmen „Sommerwind“ Zeit, auf dem Balkon den letzten Abend in Florida zu genießen. Zudem erhielt ich vom Reiseexperten Jean zahlreiche, nützliche Tipps für meinen Nicaragua-Besuch und die Weiterreise in Zentralamerika. Da 40% meines Gepäcks nun in Fort Lauderdale blieb, werde ich hier spätestens in einem Jahr wieder vorbeikommen. Auch die von Jean aus Venezuela mitgebrachte Flasche Rum teile und genieße ich am Ende meiner Reise lieber mit Freunden in Deutschland statt sie in Nicaragua alleine zu trinken…

Back in Fort Lauderdale

Um meine Abreise etwas aufregender zu gestalten, stand Jean heute morgen um 8:30 Uhr gemütlich Frühstück bruzzelnd in der Küche – zu diesem Zeitpunkt, an dem ich ihn bereits an der Uni hätte absetzen, mein Leihwagen zurück am Flughafen und ich beim Checkin hätte sein sollen. Nachdem ich vor zwei Jahren mit ihm bereits 3 Minuten nach Closed Boarding noch das Flugzeug für ein Wochenendausflug erreichte und er letzte Woche in letzter Minute seinen Flug nach Venezuela bekam, war das für mich keine Überraschung mehr. Am Flughafen angekommen, konnte ich mich damit immerhin über zwei leckere Wraps freuen, die letzten Postkarten aus den USA schreiben und nun im Flieger meine Erlebnisse der vergangenen beiden Tage festhalten. Der USA-Aufenthalt fühlte sich eher an wie eine „Pause“ von meiner „Welt-/Amerikareise“ und ich bin gespannt auf den „Wiedereinstieg“ mit meiner Reise in Lateinamerika…

Bildergalerien

  • Key West (97 pictures)
  • West Palm Beach (folgt)
  • Ernest Hemingway Musem (folgt)
  • Lighthouse Musem (folgt)

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Tag 35 – Die letzten Tage in Florida (für 2013)

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

4. Oktober 2013 | Posted in Florida, News, USA | By

Wegen des Government Shutdowns und dem wechselhaftem Wetter verlief meine Reise etwas anders als vorgesehen. Da das Wetter die letzten drei Tage fast stündlich zwischen knallender Sonne und starker Bewölkung und manchmal sogar kurzzeitigem Gewitter hin- und herwechselte, verbrachte ich die Tage bequemerweise in Jeans Appartement in Fort Lauderdale.

USA - Fort Lauderdale - Galt Ocean Drive

USA – Das launische Wetter in Fort Lauderdale änderte sich in den letzten Tagen stündlich von schaurigem Gewitter zu…

USA - Florida - Fort Lauderdale

USA – Florida – Fort Lauderdale:   … bestem Sonnenschein-Wetter

Mit einem Pool und dem Meer direkt vor der Haustüre, lies sich das launische Wetters somit leicht austricksen und nebenbei blieb damit auch Zeit, etwas Spanisch zu lernen und die ersten Postkarten zu schreiben.

Postcards from Fort Lauderdale

Postcards from Fort Lauderdale

Den Everglades Nationalpark werde ich damit vermutlich erst nächstes Jahr besuchen, sofern die USA bis dahin ihr Schuldenproblem wieder in den Griff bekommen hat und sich nicht immer noch von Nothaushalt zu Nothaushalt hangelt.

Nachdem heute hingegen endlich wieder ein durchgängig heißer und sonniger Tag war, hätten mir die unzuverlässigen Busse fast die schöne Bootstour mit der Jungle Queen vermasselt. In letzter Minute erreichte ich nach 5km langer Jogging-Strecke durch die heiße Mittagssonne gerade noch das Schiff und war glücklich, es noch knapp geschafft zu haben.

USA - Fort Lauderdale - Bootstour

USA – Fort Lauderdale – Bootstour

Zwar war der alte Schaufelraddampfer leider in Wartung und wir tuckerten daher nur mit einer kleineren Variante der Jungle Queen durch die vielen Kanäle und Wasserstraßen Fort Lauderdales – doch die dreistündige Fahrt war gleichermaßen toll und entspannend. Mit seinen über 320 Kilometern an Wasserstraßen wird Fort Lauderdale nicht ohne Grund auch das Venedig Amerikas genannt – wenngleich es bei weitem nicht an das historisch schöne Städtchen Italiens herankommt! Mit mehr als 14 Millionen Besucher dieser Tour gehört die Jungel Quenn Riverboat Tour jedoch definitiv zu den Must Haves eines Fort Lauderdale Besuchs. Auf der Fahrt beeindrucken bereits kurz nach dem verlassen des exklusiven Jachthafen die ersten Villen am Uferrand der so genannte Millionaire’s Row, während uns der Tourguide über Lautsprecher die Eigentümer und schwindelerregenden Preise dieser Residenzen nennt.

USA - Fort Lauderdale - Bootstour vorbei an teuren Luxusvillen

USA – Fort Lauderdale – Bootstour vorbei an teuren Luxusvillen

Dass vor jedem dieser exklusiven und schweineteuren Anwesen stets eine millionenschwere Jacht glänzt oder anderweitig gerade von Bediensteten auf Vordermann gebracht wird, überrascht nach einigen Bootskilometern weiter niemanden mehr und erzeugt gelegentlich nur noch ungläubiges Kopfschütteln. Währenddessen nennt uns der Tourguid fast zu jeder Villa interessante Fakten und Hintergründe, u.a. auch über den Drehort des Kino-Films zur Kultserie „Miami Vice“

USA - Skyline von Fort Lauderdale

USA – Skyline von Fort Lauderdale

Nach über einer Stunde Fahrt erreichen wir die Insel Jungle Queen Indian Village, wo neben einigen Snacks ein interessanter kleiner Zoo erwartet. Neben bunten Papageien, anderen exotischen Vögeln und Dilldappen, beeindruckte uns ein lebensmüder Entertainer mit einer gewagten Alligator-Show. Vor diesen scheinbar schwerfälligen und blitzschnellen zuschnappenden Viechern habe ich spätestens seit meinem Kuba-Besuch den größten Respekt und vom meisterhaften Umgang des Animateurs daher ebenso.

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

USA – Fort Lauderdale – Jungle Island – Raus aus dem Wasser mit dem faulen Alligator…!

USA - Fort Lauderdale - Jungle Island

USA – Fort Lauderdale – Jungle Island – Hand im Rachen des Alligators; klappt vermutlich nur auf Grund des überstreckten Halses.

Nach einem Abstecher am Strand wieder zuhause angekommen, steht nun auch mein Plan für die verbleibenden zwei Tage in Florida. Morgen geht es mit dem Tri-Trail-Zug zum West Palm Beach. Für Sonntag früh habe ich mir hingegen ein Auto gemietet und werde die 4-5 stündige Tour zu den Florida Keys und nach Key West unternehmen. Wenn es planmäßig läuft, fahre ich die selbe Strecke abends auch wieder zurück und werde Jean abends am Miami Airport von seiner Venezuela-Reise abholen. Da seine Familie auch in Miami eine Ferienwohnung besitzt, verkürzt das meine Fahrt am Sonntag etwas, ehe ich am Montag früh mein Auto wieder am Flughafen abgeben werde und hoffentlich reibungslos weiter nach Managua/Nicaragua fliegen werde.

Jean’s Empfehlungen zur Key West Tour:

  • Attention with the speed (police loves to stop cars there). It is also the road with the most accidents per mile in the USA. (Cubans drivers….)
  • The keys are pretty, however you don’t need to drive until the last one (Key West). It is not that special… Even more, Key West is a typical cruise ship stop for your future tours…

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Tag 34 – Ich möchte diesen Teppich nicht kaufen, bitte!!! …clases de español!

3. Oktober 2013 | Posted in News | By

Spanisch

Damit es mir auf meiner weiteren Reise nicht so geht, wie den ausländischen Gästen in der Paulaner Werbung (Link zum Youtube-Video), wird es höchste Zeit, meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Jeans Empfehlung, mir statt eine Sprachschule doch besser eine heiße Partnerin zu suchen und so viel billiger, schneller und entspannter Spanisch zu lernen, klingt dabei zunächst nicht schlecht und „einleuchtend“… Das Gegenteil beweist mir jedoch ein guter Freund aus der Heimat – zumindest im Punkt „billiger“ und „unkomplizierter“ … 🙂 Also doch lieber auf ganz normale, konservative Weise! Spanisch wird immerhin von über 400 Millionen Menschen gesprochen und ist damit je nach Zähl-/Auswertungsweise die weltweit am vierthäufigsten gesprochene Sprache. Auf meiner mehrmonatigen Reise wird sie mir jedenfalls eine große Hilfe sein!

… konjugieren, beugen, deklinieren, im Infinitiv schreiben, das Plusquamperfekt nutzen, Gebrauch und Bildung des Partizip II, Imperfektformen, substantivierte Adjektiven und Partizipien, reflexive Verben, flektierte Substantive, Akkusativ, Dativ, Genitiv, Nominativ, Primitiv, Numerus, Genus, …

Mit all diesen Begriffen habe ich mittlerweile das Gefühl, plötzlich unerwartet etwas ganz anderes als Spanisch zu lernen! Doch zum Glück, sind nur wir Deutschen so kompliziert. Vieles davon braucht der Spanisch-Versierte gar nicht. Das merkt man schon gleich bei der Nutzung des Artikels. Es gibt el/la/lo! …und nicht wie bei uns die zusätzlichen Varianten (Deklination) der/die/das/des/dem/den.

Immerhin bin ich nun mit den wichtigesten Grundlagen nun ein gutes Stück weiter und gespannt auf den Sprachkurs nächster Woche in Nicaragua…

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