11. September 2013 | Posted in:Capitals, CARIBIC, Cities, DOMINICAN REPUBLIC, HAITI, News

Zwei Tage Stadt-Tour in Santo Domingo

Morgen früh geht es nach dem Frühstück mit dem vierstündigen Express-Bus weiter nach Santo Domingo (Hauptstadt der Dominikanischen Republik). Dort angekommen, werde ich mich nach einer Stadttour und zwei Tagen Aufenthalt schlau machen, wie ich weiter nach Haiti reisen kann.

Haiti-Reisewarnungen

Zudem werde ich mein Gepäck in Santo Domingo deponieren und nur mit einer Minimalausstattung in das angrenzende Haiti reisen, denn das Auswärtige Amt spricht immer noch Reisewarnungen auf Grund sehr hoher Kriminalität, großer Armut, Cholera und miserabler Infrastruktur aus. Haiti war bereits vor dem Erdbeben das ärmste Land der westlichen Hemisphäre und gehört zu den am wenigsten entwickelten Länder. Laut dem Auswärtige Amt ist das Kriminalitätsniveau in Haiti sehr hoch und Ausländer werden dort oftmals gezielt ausgeraubt, z.B. nach der Erledigung von Bankgeschäften. Auch Entführungen und Raubüberfälle sind laut AA ein großes Problem. Das Land leide zusätzlich an den verheerenden Folgen des Erdbebens von 2010, sowie an schweren Überschwemmungen, Überbevölkerung, Verelendung breiter Volksschichten, verbreiteten Krankheiten sowie schlechten hygienischen Verhältnissen. Der Empfehlung des Auswärtigen Amtes, mich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, kam ich daher vorsichtshalber nach. Die Dominikaner wollten mich mittels Horrorgeschichten ebenfalls abschrecken und als Geldquelle lieber im eigenen Land behalten. So warnte mich ein Kioskverkäufer, in Haiti höchstwahrscheinlich erschossen oder gekidnappt zu werden. Ich bin trotzdem zuversichtlich in einer Woche wieder heil in die Dominikanische Republik zurückzukehren und hoffe, meine Cholera-Impfung tut angesichts der medizinischen Reisewarnung ihr Bestes. Mal schauen, ob ich mein Gepäck und Zweit-Fotoapparat eine Woche lang in Haiti verteidigen kann…

Erste Couchsurfing-Erfahrung

Auf Empfehlung meiner Exfreundin werde ich zudem erstmals Couchsurfing ausprobieren und bin gespannt auf diese Erfahrung. Zu Gast bin ich zusammen mit vier weiteren Deutschen bei Natascha, einer jungen Lehrerin in Port-au-Prince, die schon häufig ausländische Gäste aufnahm und gleich über 4 Gästezimmer verfügt. Über ihre Einladung freue ich mich und bin gespannt…

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